Platz der Idealisten

Leicht & Selig

Kunst, Konzerte und mehr

Öffnungszeiten


Dienstag               17°° - 19°°

Donnerstag          17°° - 19°°

Samstag              14°° - 19°°

Platz der Idealisten

Wann strahlst Du? Dieser Song von Eroobique & Jacques Palminger bringt es genau auf den Punkt was wir mit dem Platz der Idealisten erreichen möchten.

Es wird Zeit das Positive hervorzuheben und selbst aktiv zu werden. So findet einmal im Monat im Leicht & Selig der Platz der Idealisten statt.

Jeder ist eingeladen Ideen einzubringen und so im Sinne von Beuys eine soziale Skulptur zu schaffen.

Nächster Termin:

Platz der Idealisten - Heimat " Zoco Sorongo" 16.12.19


Gustavo Sands ist ein junger Student der sich der Aufgabe gewidmet hat, in seiner Heimatstadt Cartagena de Indias in Kolumbien kleine Projekte voranzutreiben, in denen sich die Bevölkerung selbst sozialer und ökologischer Probleme ohne staatliche Hilfe annimmt.

Von dem derzeitigen Tourismusboom in Kolumbien profitieren nicht alle, insbesondere die ärmeren Stadtviertel bekommen von dem Aufschwung nicht viel mit.

Gustavo hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, verwahrlosten Orten der Stadt durch Recycling der Abfälle und künstlerische Gestaltung den Menschen wieder zugänglich zu machen.

Dabei entdeckte er den Markt von Bazurto, als einen kleinen Mikrokosmos innerhalb der Stadt, der seine eigene Geschichte hat und seit Jahrzehnten Lebensraum und Nahrungsquelle für zumeist arme Menschen bietet.

Gemeinsam mit zwei weiteren Freunden, Andrés Sarabia und Mateo González, sprachen sie mit den Einzelhändlern und den Einwohnern des Marktes, um ihre Lebensgeschichten, Bedürfnisse und Sorgen zu erfahren.

So lernten sie unter anderem „Runner Corredor“ kennen, der sich seit 37 Jahren durch gemalte Plakatwerbung seinen Lebensunterhalt verdient und dessen Atelier und Ausstellungsraum sich in den engen Gassen des Marktes befinden.

Auch Cecilia ist eine bedeutende Persönlichkeit auf dem Markt. Sie kocht seit jeher typisch karibische Gerichte für Marktbesucher und die Einwohner und hat damit nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch ihren Kindern die Schule finanzieren können.

In den Gesprächen mit den Leuten vor Ort entstand die Idee, kleine Kultur- und Musikevents auf diesem Markt zu veranstalten, Workshops rund um die Themen Recycling und Verschönerung des Marktes durch Kunst zu organisieren, um Vorurteile in der restlichen Stadt abzubauen und den Markt auch der Mittelschicht Cartagenas zugänglich zu machen.

So gründete sich „Zoco Sorongo“. Ein Verein für die Erhaltung und touristische Aufwertung des Marktes, der rasch mehrere Fotografen für sich gewinnen konnte, unter ihnen Fabian Alvarez, ein bedeutender Fotograf im karibischen Raum. Es geht darum, die Atmosphäre dieses Viertels für die Nachwelt festzuhalten, bevor es irgendwann im Zuge der bereits voranschreitenden stattfindenden Gentrifizierung verschwindet.

Seit diesem Sommer konnten Zoco Sorongo schon drei Mal das gleichnamige Zoco Sorongo Festival veranstalten. Auf diesem Musikfestival werden alle karibischen Rhythmen gespielt, die tagtäglich in den Marktgassen zu hören sind.

 

Parallel zu dem Festival fand auch ein Workshop statt, in dem „Runner“ sein Handwerk zeigen konnte. Er war überwältigt zu sehen, dass sich plötzlich so viele junge Menschen für seine Kunst interessierten, denn für ihn selbst war es nur ein Weg zu überleben.

Er fing mit Werbung für die Markthändler und kleinere Geschäftsleute an, wurde von den Musikern angeheuert ihre Konzerte durch die Plakate in der ganzen Stadt anzukündigen und entwickelte mit den Jungs von „Zoco Sorongo“ die Idee, Plakate zu malen mit Hinweisen für den Schutz der Umwelt.

 

Gustavo Sands kommt nun nach Europa, um sein Projekt vorzustellen, nicht mit einem bestimmten Ziel, vielmehr möchte er den Leuten auf dem Markt eine Stimme geben, sei es um künftigen Tourismus zu fördern, Fotografien der einheimischen Künstler oder die Plakatkunst von „Runner Corredor“ auszustellen oder einfach die Rhythmen seiner Stadt durch die „Zoco Sorongo“ Musik-CD vorzustellen.

Voranmeldung unter philleicht@leicht-und-selig.de

Die soziale Plastik

‘ihr wollt doch nicht etwa den beuys berufen, der ist doch verrückt’_ewald mataré | 1958

‘alles gegenwärtige muss transformiert werden, sonst gibt es keine zukunft, und die modelle der transformation müssen diskutiert werden.’

• wechselnde zustände

• ephemerer charakter

• offene konzeption

• vergänglichkeit

• auflösung und verschwinden

‘der begriff kunst muss auf die menschliche arbeit schlechthin angewendet werden. das kreativitätspinzip ist identisch mit dem auferstehungsprinzip – die alte form ist erstarrt und muss in eine lebendige, durchpulste gestalt, die leben, seele und geist fördert, umgewandelt werden.’

das ist der erweiterte kunstbegriff, den beuys als sein bestes kunstwerk bezeichnet hat. für ihn ist das keine theorie, sondern eine grundformel des seins.


‘jeder mensch ist ein künstler’


Bedingsloses Grundeinkommen

Unter einem Grundeinkommen wird im Folgenden ein Mindesteinkommen für alle Menschen verstanden, das existenzsichernd ist und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, auf das ein individueller Rechtsanspruch besteht, das ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens- und Vermögensprüfung) und ohne Zwang zu Arbeit oder zu einer Gegenleistungen regelmäßig (z. B. monatlich) gewährt wird. Es kann als Sozialdividende oder als Negative Einkommensteuer gestaltet sein. Das Prinzip des Grundeinkommens ist kein Geldprinzip. Es ist ein humanitäres Grundprinzip:

Alle Menschen haben das Recht auf eine bedingungslose Absicherung der Existenz und gesellschaftlichen Teilhabe. In der heutigen Gesellschaft ist dies in Form von Geld und in Form von gebührenfreien Zugängen zu Gütern, Infrastrukturen und Dienstleistungen möglich.

Das Grundeinkommen ist nicht zu verwechseln mit Mindesteinkommen in Form von Grund- oder mindestsicherungen, die bedürftigkeitsgeprüft sind, und in der Regel nicht individuell garantiert und nicht ohne eine Bereitschaft bzw. ohne einen Zwang zur Arbeit oder einer Gegenleistung ausgezahlt werden – und in der Regel auch nicht die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen (sollen) (vgl. Blaschke 2012).1

 

Krönungswelle

„Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.“ Dieser Satz von Michael Sennhauser (Schweizer Radio DRS) in der Rezension des Films Kulturimpuls Grundeinkommen von Daniel Häni & Enno Schmidt sowie die Filmszene am Basler Bahnhof SBB haben uns dazu inspiriert, am 1. Mai 2009 auf dem Marktplatz in Lörrach die ersten 500 Häupter zu krönen. Seither wollen wir im Schulterschluss mit allen, die fürs bedingungslose Grundeinkommen brennen, eine Welle des Wandels auslösen. Seid ihr dabei?

Was ist Glück? Und was macht uns eigentlich in unserem Alltag glücklich? Wie können wir mehr Raum für Glücksmomente schaffen? Die Glücksforschung, experimentelle kreative Projekte und auch der eigene Erfahrungsschatz bieten uns erste Antworten auf diese Fragen. Der Platz für Idealisten schafft am Samstag den 1.7. ab 17.00 Uhr Raum für den inspirierenden Austausch über das schöne Thema Glück.


 Mit dabei: Eine Glücksprofessorin, viele Fragen, erste Antworten, Offenheit für kreative Ideen und die berühmte Suppkultur… Neugierige, Fachkundige, Glückssucher und –finder sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Euch!



Freier Eintritt


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