Konzerttermine

Leicht & Selig

Kunst, Konzerte und mehr

Öffnungszeiten


Dienstag               17°° - 19°°

Donnerstag          17°° - 19°°

Samstag              14°° - 19°°


Hauptstr 64, 68526 Ladenburg

Philleicht Jazz?!

Newsletter

Konzerte 2019

Philleicht Jazz?! wurde am 14.11.2018 durch die  Bundesrepublik Deutschland für sein herausragendes Livemusikprogramm ausgezeichnet.

Philleicht Jazz?! präsentiert Escape Argot 04.05.2019

Christoph Steiner's ESCAPE ARGOT

Christoph Grab - saxes

Florian Favre - piano, moog

Christoph Steiner - drums, compositions



Christoph Steiner (u.a. Drummer von Hildegard Lernt Fliegen) wagt eine neue musikalische Eskapade, wofür er den Stift gleich selber in die Hand nimmt und seine Kompositionen mit den klangkräftigen Mitstreitern Christoph Grab und Florian Favre in eine eigene musikalische Sprache mit unkonventioneller Spielhaltung umsetzt.

Hier versammeln sich drei enorm umtriebige Exponenten der Schweizer Jazzszene, die den Freiraum in dieser Musik zu nutzen wissen und den improvisatorischen Drahtseilakt zelebrieren.

Im Zentrum steht das Prinzip, eine Komposition oder Improvisation als eine Klangreise zu sehen, die nicht zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren muss. Manche Passagen locken mit lyrischen Melodien und subtiler Schönheit, andere durch anschwellende Dynamik, überraschende Wendungen und ostentative Energieschübe.

Die gewitzte Musik fängt den Hörer ad hoc ein und pendelt zwischen zugänglichen und komplexeren Passagen. Aktueller Jazz, der auch ein jüngeres, rock-affines Publikum begeistern kann.

Das Debutalbum 'Still Writing Letters' erscheint im November 2017 in der Schweiz und im März 2018 international bei Traumton Records.


“Nichts fehlt einem mehr, wenn man diese Musik hört. Sie scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Aber sie ist nicht feierlich und steif, sondern durchwirkt von Dynamik und einer höheren

Heiterkeit, die uns bewegt und die uns hilft zu leben.”

Manfred Papst in der 'NZZ am Sonntag'.


“Mit Christoph Grab (Saxofone) und Florian Favre (Tasten) spielte Steiner eine wendige, humorvolle Musik – manchmal überkandidelt, manchmal süss, manchmal schräg. Da ging es nicht um Krampf

und Kampf und auch nicht um überbordende Ambitionen. Im Vordergrund stand ganz klar der Spielwitz, und dieser wurde von Steiners Vorgaben an ein paar überraschende Orte gelenkt.

Originalität wurde nicht gesucht, sondern man stolperte sozusagen mit Nonchalance darüber.”

Tom Gsteiger in 'Der Bund'.

Philleicht Jazz präsentiert werner neumann electric trio 25.05.2019

werner neumann electric trio

steffen greisiger – organ

tom friedrich – drums

werner neumann – guitar


"... der Gitarrist Werner Neumann hat sich mittlerweile als einer der ausgereiftesten Virtuosen der europäischen Musikszene profiliert. Dabei ist gerade die stilistische Vielgleisigkeit Neumanns verblüffend. Gegen jeglichen

Purismus ist er gleichermaßen im Jazz, in der Fusionmusic und im Rock, auch härterer Gangarten zu Hause ... Gerade auf der Bühne kommen die verborgenen musikalischen Wurzeln Werner Neumanns deutlich zum Vorschein, wenn er beispielsweise mit übersteuerten Soundgewittern eines Jimi Hendrix durch die gemäßigte Jazzlandschaft fegt. Solche überraschenden Sprünge und Gegensätze im stilistischen Konzept, die jedoch nie unangebracht, sondern im Gegenteil, äußerst erfrischend wirken, sind Bestandteil des individuellen Stils des Gitarristen, der sich durch eine geschickte, gelungene Verflechtung von Rock und Jazz Herkunftslinien mit den Jahren herausformen konnte."

(Harald Rehmann im Deutschlandfunk, Jazzfacts "Saitenfeuer")

Große Meister wie Wes Montgomery, John Abercrombie oder John McLaughlin liebten ihre Orgeltrios und setzten Maßstäbe für diese Formation. Die neue Band des Leipziger Gitarristen Werner Neumann verbindet diese Tradition mit zeitgenössischem Jazzrock, R&B und Soul. Mit Steffen Greisiger an der Orgel und Tom Friedrich an den Drums fand er zwei grandiose Mitspieler für dieses Projekt. "… dazu braucht es mehr als einen guten Gitarristen wie Neumann, der immer wieder abhebt zu wundervollen Gedankenflügen, durch die eine Geschichte von Joe Pass, John Abercrombie bis Pat Metheny plus diverse Rockheroen irrlichtert.

Neumann ist viel zu gut, um sie schlicht zu zitieren, vielmehr amalgamisiert er das Verinnerlichte zu etwas Eigenem, ohne dabei blenden, dröhnen oder mit Virtuosität überrumpeln zu müssen. So behält das alles seine abgezockte

Beiläufigkeit und vergisst den Humor nicht. "

(Ulrich Steinmetzger, Grand Guitars Magazin)

Seit WN sich dem Instrument Gitarre widmete, übt er sich in dem Spagat zwischen Jazz und Rock. Was man auch der langen Liste seiner Mitmusiker ansieht. Hierfindet man Klavierlegende Richie Beirach neben dem Mothers-of-Invention-Sänger Napoleon Murphy Brock oder den Jazztrommler Adam Nussbaum neben dem Deutschrocker Wolf Maahn. Dies wiederum führt unweigerlich zur Musik Frank Zappas, der wie wenig andere sämtliche Genre-Grenzen missachtete und direkt eine eigene Musikrichtung kreierte. WN spielte viele Jahre eigene Interpretationen von Zappa-Werken in der Kölner Band Drei vom Rhein. Daneben tourte er mit den Grand Sheiks, Deutschlands führender Zappa-Tribute-Band und schrieb für ein weiteres Projekt, welches Napoleon Murphy Brock featured.


"… und mit Werner Neumann einen Musiker erlebte, der brillant und ungestüm daher kam – ein Gitarrist der Extra- klasse, der sowohl im Jazz wie auch im Rock zu Hause war und ist, und dem wunderbare Verknüpfungen gelangen. Viel Beifall war der Lohn. "

(Hannes Schmitz, Aachener Zeitung)


Tom Friedrich - drums

- studiert HMT Leipzig Prof. Heinrich Köbberling und Prof. Michael Wollny.

- 2011 und 2013 Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Talent des Jahres ausgezeichnet

- mehrfacher Preisträger der Wettbewerbe „Jugend jazzt“ und „Jugend musiziert“

- mehrfacher Deutschlandstipendiat

- Stipendiat des Bundesjazzorchesters 2014/2015.

Durch seine zahlreichen Konzerttätigkeiten spielte er bereits in der - künstlerische Zusammenarbeit mit John Hollenbeck, Niels Klein, Jiggs Whigham, Johannes Enders, Florian Weber, Florian Ross, Prof. Manfred Schoof, Alexander von

Schlippenbach, WDR Big Band.


Steffen Greisiger - organ

- 2007-10 Studium Filmmusikkomposition an der HFF in Potsdam-Babelsberg Abschluss Diplom Filmkomponist

- 1998-2004 Studium Jazzklavier bei Richie Beirach

- künstlerische Zusammenarbeit mit Christian Lillinger, Ronnie Graupe,

Heinrich Köbberling, Jo Kraus, Corey Lareau (USA), Tino Standhaft, Treesha aka

Patricia Wambui Mwaura (Kenia)

- Komposition/Theatermusik u.a. für Kino (CinePlus u.a.) und TV (MDR, RBB, KiKA,

UFA), Hörspielmusiken (MDR, RBB)

- 2011 The John Williams Award for Film Scoring des New Yorker Long Island Film

Festivals

Philleicht Jazz?! präsentiert die Fichten 21.09.2019

Das Trio DIE FICHTEN wurde 2014 von Leonhard Huhn gegründet. Die drei Musiker arbeiten europaweit und sind bekannt dafür musikalische Grenzgänger zu sein und auf der Bühne zu überraschen.

Die erste Idee, die zu diesem Trio führte, war ein Lächeln, worauf hin Leonhard Huhns jahrelange Leidenschaft für die klassische Trio-Besetzung neu auffammte. Gemeinsam spielen sie ihre eigene, rumpelnde und quirlige Musik, Cool Jazz mit Präparationen in extremen Dynamiken. Die Melodien sind

ungewohnt – sie basieren nicht auf bekannten harmonischen Strukturen, Saxophon und Bass sind gleichwertige Melodieinstrumente und die Aufgabenverteilung der einzelnen Instrumente ist überraschend und fexibel.

Nennen wir ihre Musik 'Jazz' und lassen wir uns tänzelnd durch den Klang der Fichten führen!

------------------------------------------------------------------------------------------

1. Preis GRAND PRIX „Tremplin Jazz d'Avignon 2014“ (Frankreich)

„Ihr Jazz ist pur, von einer feinen Fragilität (sie spielen sehr eng zusammen,

ohne jegliche Absprache); sie vereinigen graziles Gleichgewicht,

intelligentes Wechselspiel, Wagemut, Humor und einige ziemlich spektakuläre Effekte

des Schlagzeugers.“ (Sophie Champon, 2015)

„... Huhns Tonbildung strahlt Wärme und Intimität aus... Man möchte manchmal fast meinen,

dass er zu den Intervallen ein so zärtliches Verhältnis pfegt, dass ein lauterer,

expressiverer Zugang zum Spielen unnötig oder unangebracht erschiene...

Automatisch beginnt man, dem entstehenden Klang genauer nachzulauschen. .“

(Hans-Jürgen Linke, Laudatio, Horst Will Stipendium 2015 Köln)

„... die famose, eigensinnige, komplexe und zugleich auch merkwürdige Musik

des jungen deutschen Trios mit dem schönen Namen „Die Fichten“ ...“

(Frankfurter Rundschau, Feb. 2017)

------------------------------------------------------------------------------------------

LEONHARD HUHN (*1986, Berlin/ DE)

Leonhard Huhn spielte zu nächst in der lokalen Jazzszene Berlins, bis er 2006 nach Köln zog. Dort

studierte er u.a. bei Frank Gratkowski an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bis 2011 und

arbeitet seitdem als Musiker und Performer in vielen zeitgenössischen Kontexten. 2015 wurde er für

sein Schaffen mit dem Horst-und-Gretl-Will Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. November

2017 tourte er mit der Band C.A.R. durch Pakistan, Sri Lanka und Indien, besuchte 2016 die SAMUR

Residenz in Chennai und gewann mit seinem Trio DIE FICHTEN den Tremplin Jazz Avignon Grand Prix 2014 in Frankreich.

Sein Spiel ist vorwiegend vom Cool Jazz, barocker, zeitgenössischer klassischer und elektronischer

Musik inspiriert sowie Eindrücken, die er während Aufenthalten in Kirgistan, Uzbekistan, Türkei, Indien

und Serbien sammelte. Huhn war an Veröffentlichungen mit Sebastian Gramss, Niels Klein, Joscha

Oetz, Hayden Chisholm u.a. beteiligt. Er konzertiert regelmäßig europaweit und spielt mit Bands wie

COLONEL PETROVs GOOD JUDGEMENT, SCHMIDS HUHN, TRIO GRUNDSTEIN u.a.. Gemeinsam mit

dem 12 köpfgen Kollektiv IMPAKT organisiert er Konzertreihen und Veranstaltungen in Köln.

 

 

STEFAN SCHÖNEGG (*1986, Heppenheim/ DE)

Stefan Schönegg ist in Konstanz aufgewachsen und studierte klassischen Kontrabass und

Jazzkontrabass in Berlin und Köln, lebt und arbeitet in Köln. Er ist im Spannungsfeld von

Improvisierter Musik, Jazz, Neue Musik aktiv. Auftritte in ganz Europa, u.a. beim Moers Festival,

Warschauer Herbst, Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.

Ist Gründungsmitglied des Kölner Kollektivs für improvisierte Musik IMPAKT, arbeitet neben dem

Solospiel und diversen Bands und Ensembles wie Enso, Simon Nabatov Trio, Totenhagen Quartett,

Schmids Huhn Quartett u.a. auch regelmäßig in interdisziplinären Besetzungen.

 

 

DOMINIK MAHNIG (*1989, Willisau/ CH)

Dominik Mahnig wuchs in einer Musikerfamilie in Willisau (CH) auf und trommelte bereits als 3-

jähriger auf Kartons, Pfannen und Kochtöpfen. Das legendäre Jazzfestival Willisau begeisterte ihn von

Kindesbeinen an für Jazz und Improvisierte Musik.

Nach seinem Bachelorabschluss in Luzern absolvierte er ein Masterstudium in Köln, wo sich

mittlerweile sein Lebensmittelpunkt befndet. Gerry Hemingway, Frank Gratkowski und Jonas

Burgwinkel waren wichtige Mentoren auf diesem Weg.

Als Improvisator hat er bereits seine Spuren hinterlassen und konzertierte mit den Musikern Simon

Nabatov, Mark Dresser, Dieter Manderscheid, Matthias Schubert, Philip Zoubek, Frank Gratkowski,

Niels Klein, Robert Landfermann uva. Für seine solistischen Ausfüge wurde er 2013 mit dem

Wilhelm-Fabry Förderpreis der Stadt Hilden und 2017 mit Horst-Gretl-Will Stipendium der Stadt Köln

ausgezeichnet.

Für seine Working Bands The Great Harry Hillman (ZKB Jazzpreis 2015) das Zooom Trio ist er auch

kompositorisch tätig.

Philleicht Jazz?! präsentiert Kali 12.10.2019

Kali repräsentiert den frischen und seriösen Geist einer neuen Generation von post-genre Musikern. Nicolas Stocker am Schlagzeug (u.a. Mitglied der Nik Bärtsch’s Mobile und Marena Whicher), Urs Müller an der Gitarre (u.a. Mitglied von Sha’s Feckel) und Raphael Loher am präparierten Klavier (u.a. Mitglied von Sekhmet) sind bereits hellhörig in einer musikalischen Welt aufgewachsen, in der Prog Groove, Noise, New Minimal, Ambient und zeitgenössischen klassische Kammermusik einfach verschiedene Dialekte einer gemeinsamen Sprache geworden sind. Sie fühlen sich gleichzeitig im komponierten wie im
frei improvisierten musikalischen Kontext heimisch und folgen so ihrer kreativen Intuition ohne Ideologie dafür mit einem umso breiteren Verständnis der Musikgeschichte.
Mit diesem Hintergrund kreieren Kali zwanglos mit Feingefühl für Klänge und mit progressivem Power wundersam dunkle Pattern-Räume, rohe Minimal-Groove-Verzahnungen und abstrakte, mystische Trips. Die kreativen Möglichkeiten der Band
reichen dabei von epischen Dramaturgien bis zu minimalistischen Miniaturen von funkelnder Schönheit.
Kali ist eine genuine Working-Band, die viel Zeit, Leidenschaft und Geduld in die Idee investiert, ein wahrhaftiger, musikalischer und sozialer Organismus zu sein – mit wöchentlichen Sessions und jahrelanger Proben-Arbeit. Mit diesem konsequenten Band-
Spirit und ihrem enormen Groove-Know-How kreieren die drei verschworenen Band-Mitglieder eine sich ständig weiterentwickelnde Welt neuer Klang-Kombinationen und
rhythmischer Feinheiten und Interaktionen.

„A cataclysmic blast of stunning and emotionally cathartic driving energy.“
Londonjazznews.com

„Kali ist eine Entdeckung: Die Klangmischungen und dramaturgischen Spannungsfelder
dieser jungen Band aus Luzern/Zürich sind beeindruckend.“
Pirmin Bossart, Jazzfestival Willisau

„Kali bildet mit viel Sensibilität einen eigenen magischen Sound, der den Zuhörer in andere Sphären katapultiert und viel Raum für Neues lässt.“
Debra Richards, Match & Fuse Festival, London

Philleicht Jazz?! präsentiert STAX 19.10.2019

 

Max Stadtfeld spielt gerne Schlagzeug und mit Worten. Somit war der Weg zu Stax Madtfeld, oder

einfach nur Stax kurz. Stax funktioniert super auf Deutsch und auf Englisch, klingt jeweils nur

unterschiedlich. Dementsprechend ist auch die Musik, die Max sich ausgedacht hat. Schwing ist auf

jeden Fall erlaubt, Four on the Floor aber auch. Man könnte es als eine Hommage an den Rhythmus

an sich betrachten, der mal gleichförmig - elegant oder kantig und verwirrend daherkommt. Jede

Komposition bedient sich einer dieser Eigenschaften und treibt es auf die Spitze.

Lange hat Max nach Musikern gesucht, welche seine Hirngespinste in Hörbares umwandeln. Mit

Bertram Burkert hat er schon seit Beginn des Studiums an der HMT in Leipzig zu tun, Reza Askari und

Matthew Halpin hat er erst später kennengelernt. An allen dreien schätzt er, dass sie eine unverkennbare

Originalität ausstrahlen, die der Musik zu gute kommen soll. Nebenbei sind alle übrigens auch menschlich

und optisch absolute Spitzenkaliber, denn welche Band kann schon behaupten aus einem Blond-, einem

Rot-, einem Schwarz- und einem Straßenköterblondschopf zu bestehen? Nur so viel: Max ist nicht

der Rotschopf - Wem letztere Details egal sind und wer sich nicht von optischen Einflüssen ablenken

sondern von Musik überzeugen lassen will, dem sei die Musik von Stax ans Herz gelegt.



Reza Askari (Thomas Rückert Trio, spielte u.a. mit Lee Konitz) – Bass



Matthew Halpin (studierte bei Joe Lovano, George Garzone in Berklee) – Sax



Bertram Burkert (spielt im Quartett mit Hayden Chisholm, Robert Landfermann, Fabian Rösch) – Gitarre



Max Stadtfeld – Drums

Philleicht Jazz?! präsentiert Emißatett 02.11.2019

Emißatett ist die Verwirklichung von direkter musikalischer Kommunikation. Fünf Stimmen, die gleichberechtigt sprechen, antworten und zuhören. Es entsteht ein dichtes aber transparentes Gebäude von Ereignissen, eine komplexe Struktur. Für dieses Erlebnis existiert keine intellektuelle Definition. Der Intuition des Hörers bleibt es überlassen, ob er ausschließlich hört oder auch denkt, ob er in sich versinkt oder schaut, ob er analysiert oder sich hinein schwingt in die Musik.

Ein Teil der Sprecher gelangt über strukturierte Vorlagen zu neuen Gesprächsthemen, die von anderen kompositionsfreien Stimmen aktiv aufgenommen werden. Manchmal formulieren Gastredner neue Themen und setzen alte Kompositionen in einen neuen Kontext.

Das Gebilde Emißatett bleibt ständig in Bewegung und ist dabei thematisch immer am aktuellen Diskurs.



Elisabeth Coudoux – Cello, composition

Matthias Muche – Trombone

Robert Landfermann – Double Bass

Philip Zoubek – prepared Piano

Etienne Nillesen – extended snare drum&cymbals

Philleicht Jazz?! präsentiert Rotwelsch 16.11.2019

Rotwelsch horcht zurück in eine Zeit, in der Musikanten in einen Topf mit fahrendem Gesindel, mit «Zigeunern», mit den jüdischen reisenden Händlern, den Ganoven, Räubern und Banditen geworfen wurden. Rotwelsch war ihre Sprache, deren Ausläufer bis heute in Parallelgesellschaften florieren. Sie bietet einen faszinierenden Zugang zu eigentümlichen Identitäten am Rande der bürgerlichen Gesellschaft, die trotz argwöhnischer Blicke der Arrivierten einen grossen Einfluss auf die abendländische Kultur hatten.

Während der Alltag dieser Randgänger hart und mit zahlreichen Entbehrungen verknüpft war, fanden idealisierte Vertreter dieser Welt den Weg auf die Bühnen und in die Romane des Bürgertums – Franz Moor aus Schillers «Die Räuber», Kleists «Michael Kohlhaas», die Banditen und «Zigeuner» der Operetten ebenso wie die «Bergkatzen» und «Räuberprinzessinnen». Raubeinige Wegelagerer mit grossen Gefühlen, gesellige Runden unter Alkoholeinfluss am Lagerfeuer, Verwirrspiele, Finten und Manöver, die ihren Ausgang mal mit operettenhaftem Happy End, mal am Galgen nahmen, unterhielten die Massen bestens.

Die Musik von Rotwelsch bezieht sich spielerisch und schalkhaft auf diese kreative und sprachschöpferische Kultur sowie ihre romantisierte Spiegelung in der literarischen Welt. Eigenkompositionen mit Wurzeln in der Jazztradition und sprechenden Titeln wie «Vagabundenherz» oder «Verirrungen auf der Gefühlsschlachtbank» schielen zum grossen Pathos, während Stücke wie «Dirnengeplapper» vor Lautmalerei keinen Halt machen. Kraft und Spontaneität bezieht Rotwelsch aus der improvisierten Musik. Statt dem Real Book dienen unvergessene Klassiker der Operettenwelt als Basis für Neuinterpretationen («Ich knüpfte manche zarte Bande», «Schwarze Ninetta»). Rotwelsch vagabundiert zwischen diesen musikalischen Welten und wagt den Drahtseilakt zwischen Kunst, Krach und Kitsch.

Philipp Maria Rosenberg - Piano

Florian Kolb - Doublebass

Chris Massey - Drums
___________________________________________________
Philipp Maria Rosenberg, geboren 1993 in Winterthur, ist ein Schweizer Pianist undKomponist lebhaft in Zürich. Bereits im frühen Kindesalter erlernte er das Klavierspiel,welches sich in seinem fünfzehnten Lebensjahr, unter Aufsicht Miugel Bächtold’s, zuseiner grossen Passion entwickelte. Er besuchte das Winterthurer Institut AktuellerMusik (WIAM) mit Unterricht bei Greg Galli, Albert Landolt und Bela Balint, dessenKlavier und Arrangierkünste einen massgebenden Einfluss hatten. Es folgten diverseMeisterkurse bei amerikanischen Jazzkoryphäen wie Aaron Parks, Aaron Goldberg undJohn Escreet. 2018 begann er mit dem Master of Perfomance am Jazzcampus Basel,wo er bei Hans Feigenwinter und Lester Menezes Unterricht geniesst. Neben dem TrioRotwelsch, gehört das Duo mit Jazzsängerin Andrea Janser, mit welcher er 2015 dasAlbum Enjoy It (Unit Records) veröffentlichte, zu seinen Langzeitprojekten.
------------------------------------------------------------------------------------------
Florian Kolb, geboren 1991 in Uster, begann schon in früher Kindheit mit dem Cellospiel.Im dreizehnten Lebensjahr entdeckte er das Schlagzeug und kurze Zeit später inspiriertdurch seine Liebe zum Jazz das Kontrabassspiel für sich. Er liess sich im WIAM inSchlagzeug bei Chris Massey, Michel Barengo und Peter Haas ausbilden.Anschliessend absolvierte er seinen Bachelor in Kontrabass an der ZHdK mit Unterrichtbei Andreas Cincera, Rätus Flisch, Dominique Girod und Christian Weber. Es folgte einMasterstudium an der ZHdK mit Schwerpunkt Schlagzeug/Pädagogik bei Lucas Niggliund Tony Renold. Er spielt in verschiedenen Projekten hauptsächlich in den BereichenImprovisierte Musik, Barock und zeitgenössische Musik. Seit dem Herbst 2017 kuratiertFlorian Kolb zusammen mit Lucas Niggli die Konzertreihe PAM in Uster. Aktuelle Bandssind: Rotwelsch, White Pulse, Piffalamozza, Menschenstoff und Cheibe Balagan.
------------------------------------------------------------------------------------------
Chris Massey, Schlagzeuger aus Buffalo, New York, USA.
Er besuchte in den späten70er Jahren das Berklee College of Music in Boston, wo er mit Kevin Eubanks, MikeGibbs und dem Gitarristen Michael Leasure auftrat und bei Drummer Joe Huntstudierte. Nach seinem Umzug nach New York City lernte er die Jazzlegende Bill Frisellkennen. Zusammen nahmen sie ein Album auf und tourten durch die Ost-USA. Erperformte mit dem amerikanischen Dichter Robert Creeley, dem Bassisten SteveSwallow, dem Gitarristen Raoul Bjorkenheim, dem Pianisten Jim Beard, dem GitarristenDavid Grissom, dem Blues-Gitarristen Chris Duarte und war Teil der Gruppe "foreversharp and vivid" mit dem Gitarristen David Torn. Er spielte auch auf der CD "BuffaloReturns to the Plains" des Singer-Songwriters Jimmy LaFave, die auf Platz 2 der USABillboard Contemporary Charts landete

#Ladenburg

Philleicht Jazz?! präsentiert Acousmatics 07.12.2019

Drei Jahre nach dem EP « TNO », gestaltet Acousmatics eine elektrische Musik, die mit Sturm und Freude stilitische Grenzen überschreitet. Zwischen Hip Hop beats, electro sounds und post-rock Atmosphären vermittelt das Quartett eine offene Botschaft inmitten seiner Zeit.

Accousmatics schätzt die Originalität und lebt von der ständigen Suche nach neuen Dingen.

Der kraftvoller Sound integriert Jazz, Hip-Hop, Electro und viele andere Einflüsse wie Wellen, die Körper und Geist zum Schwingen bringen. Acousmatics ist eine junge Band, die mit einem offenen Geist geboren wurde, wie neue leidenschaftliche Pioniere, die dazu beitragen, die Zukunft der Musik zu schreiben. Genau das. "Altitude Jazz Festival 2016".

Nils Boyny - Keyboards
Aurélien Spach - drums
Nicolas Daguet - Bass and MicroKorg
Paul Schwartz - Alto Sax

2020

Philleicht Jazz?! präsentiert Trio Hauptmann Schömegg Philpp 18.01.2020

Felix Hauptmann – Piano
Stefan Schönegg – Bass
Jan Philipp - Drums

„Das Trio präsentiert Eigenkompositionen der drei Musiker in unprätentiöser Form. Minimalismus und die gemeinsame musikalische Vorstellung der Band charakterisieren die Interpretation ihrer Songs, die durch Klarheit und Raum bestimmt sind.

Felix Hauptmann, Gründungsmitglied des Trios, arbeitet in verschiedensten Besetzungen vom Duo über Large Ensemble bis hin zum BundesJazzOrchester. Als aktives Mitglied der Kölner Jazzszene (Teil des Kollektivs „Junges Loft“, Kuration einer eigenen Konzertreihe „Jazz im Greesberger“) bewegt sich Hauptmann im Bereich der improvisierten Jazzmusik. Er ist zweifacher Stipendiat der Dr.Carl Dörken Stiftung und erhielt den Solistenpreis beim „International Jazz Contest Mechelen“ (BE).


Stefan Schönegg studierte klassischen Kontrabass und Jazzkontrabass in Berlin und Köln. Er steht für das Spannungsfeld von improvisierter Musik, Jazz und Neuer Musik. Er ist Gründungsmitglied des Kölner Kollektivs für Improvisierte Musik „Impakt“ und gastiert bei Festivals in ganz Europa, u.a. beim Moers Festival, Warschauer Herbst und den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, Darmstadt. Schönegg lebt und arbeitet in Köln.

Jan Philipp ist Mitglied in zahlreichen Bands und Ensembles, 2016 gewann er den Jazzpreis der Stadt Frankfurt mit seiner Band „The Whereme?!“ sowie das Stipendium der Dr.Carl Dörken Stiftung und den Jury-Preis des Avignon Jazz Festivals mit dem Simon Below Quartett.“

Philleicht Jazz?! präsentiert Christoph Beck Quartett 15.02.2020

Christoph Beck Quartet ­ „reflections“

Christoph Beck (Sax/Stuttgart) legt, zusammen mit Andreas Feith (Piano/Nürnberg), Sebastian Schuster (Bass/Stuttgart) und Thomas Wörle (Drums/Köln), mit „Reflections“ sein erstes Album unter eigenem Namen vor, welches die Strahlkraft eines Leuchtfeuers in einer zunehmend unübersehbaren deutschen Jazzlandschaft besitzt. Ausnahmslos eigene Kompositionen mit unkonventionellen Titeln wie zum Beispiel „Grellgruen“, „Nutzlos“, „Unveraenderlich“ oder „Unbekannte Schatten“ skizzieren die suchende Persönlichkeit Becks, der für die Umsetzung bewusst eine konventionelle Besetzung gewählt hat.
Sowohl bei Balladen wie bei Uptempo­ Nummern wählt der Stuttgarter einen eigenen Weg, der ihn bald als markante
Stimme mit Alleinstellungsmerkmal hervorheben dürfte. Eine Musik wie eine Signatur: Verspielte Melancholie trifft auf skeptischen Optimismus. Für das handelsübliche Schubladendenken einfach eine Nummer zu groß.

Besetzung:

Christoph Beck ­ sax
Andreas Feith ­ piano
Sebastian Schuster ­ bass
Thomas Wörle ­ drums
__________________________________________________

Pressestimmen:

"Von einem echten Debüt mag man in diesem Fall allerdings gar nicht sprechen. Zu versiert ist Becks Spiel, zu reif sein Saxophonton, zu meisterhaft das Zusammenspiel des Quartetts."

Reiner Kobe, Jazzpodium 4/17
------------------------------------------------------------------------------------------
"Ein reifes Stück aus der Abteilung Modern Jazz kommt mit der Folge 67 der Jazz thing Next Generation auf uns zu."

Uli Lemke, Jazz thing April/Mai 17
-------------------------------------------------------------------------------------
„Christoph Beck, der neue Schmerzensmann des jungen deutschen Jazz, ist nun mal keiner fürs Plakative. Ein höchst reflektiertes Debüt!“

Josef Engels, Rondo 6/2017

Philleicht Jazz?! präsentiert Woodoism 29.02.2020

WOODOISM ZKB Jazzpreis 2018


WOODOISM praktizieren „einen Kammerjazz, der gleichzeitig filigran und kraftvoll ist. [...] Der junge Posaunist und seine Partner bauen subtilen Polyfonien, und handkehrum lassen sie es krachen wie in alten New Orleans- Kollektivimprovisationen; mit viel Witz, Temperament, ja Übermut. Natürlich nie in einem restaurativen Sinn, sondern eher so, wie Charles Mingus sich mit neuen Mitteln auf alte Spielformen bezog. [...] Musik, die gleichzeitig anspruchsvoll und vergnüglich ist. Vor Zeiten war das einmal ein Charakteristikum von Jazz überhaupt." (Peter Rüedi, Weltwoche)

Es knorzt und knirscht und knistert und knackt, wenn das Quartett um Florian Weiss durch das Unterholz des Jazz stapft. Die vier Musiker vermögen es auch ohne Harmonieinstrument, Licht in die dunkelsten Winkel zu bringen und dabei die Hand des Zuhörers nicht loszulassen. So folgt man der Band in ihr musikalisches Buschwerk und lässt sich seine Gedanken von den Kompositionen des jungen Bandleaders zu einer abendfüllenden Geschichte ausspinnen.


Linus Amstad, Altsaxophon (sax)
Florian Weiss, Posaune (tb)
Valentin von Fischer, Kontrabass (b)
Philipp Leibundgut, Schlagzeug (dr)

Philleicht Jazz?! präsentiert Maik Krahl Quartett 25.04.2020

Maik Krahl Quartett - Decidophobia

„Decidophobia“ bezeichnet die Angst, Entscheidungen zu treffen. Das klingt erstmal ungemütlich und dass eine Jazz-Platte so heißt, wirft zugegebenermaßen auch Fragen auf, muss man bei der Produktions eines Albums doch so einige Entscheidungen treffen.

Angst vor Entscheidungen hat der junge in Köln lebende Trompeter Maik Krahl aber überhaupt nicht. Geboren 1991 in Bautzen, arbeitet er seit seinem 8. Lebensjahr entschlossen an seiner Karriere als Jazz-Trompeter. Nur ein kleiner Auszug seiner beachtlichen Stationen sind ein Platz im Bundesjugendjazzorchester, ein Jazz-Studium in Dresden bei Till Brönner, ein Master-Studium bei Ryan Carniaux an der Folkwang Universität der Künste Essen sowie zahlreiche Tourneen in unterschiedlichsten Formationen. Und eben das 2017 gegründete Maik Krahl Quartett, das nun sein Debütalbum veröffentlicht.

Bei „Decidophobia“ kommen Freunde von traditionellem Jazz genauso auf ihre Kosten wie all jene, die es etwas experimenteller mögen. Stets bleibt Maik Krahls an Chet Baker erinnernder weicher Trompetensound der rote Faden. Den Spagat in die Moderne schafft er nicht nur spielerisch, sondern auch durch den geschmackvollen Einsatz von Effekten. Er versieht seine Trompete mit einem Delay, verfremdet ihr Signal durch Phaser oder Distortion.
Bass (Oliver Lutz) und Drums (Hendrik Smock) bilden die Klammer zu einem klassischen Jazz-Sound, um neben Maik Krahl’s Trompete abwechselnd mal Gitarre, mal Rhodes zu featuren.
Gitarristisch (Bruno Müller) gibt es auf Decidophobia neben weichen und spannenden Linien, die man auf einer Jazz-Platte erwartet, durchaus neo-soulige Momente in Spanky Alford-Marnier und Tasten-Freunde dürfen sich zudem auch auf ein wohlig-warmes wie ebenso facettenreiches Rhodes (Constantin Krahmer) freuen.

Bleibt also festzuhalten, dass die „Angst, Entscheidungen zu treffen“ sehr wohl etwas Gutes haben kann, wenn sie zu einem abwechslungsreichen und stimmigen Sound- & Motiv-Feuerwerk wie auf „Decidophobia“ führen kann.


Maik Krahl Trompete

Constantin Krahmer Rhodes

Oliver Lutz Kontrabass

Leif Berger Schlagzeug

Newsletter