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Philleicht Jazz?!

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Philleicht Jazz?! präsentiert Malstrom 13.01.18

MALSTROM

 

Salim Javaid – Saxophone Axel Zajac – Guitar Jo Beyer - Drums

 

 

Ein wirbelnder Sog der in einem erloschenen unterirdischen Riesenvulkan verschwindet. Es ist ein ewiges Wechselspiel zwischen dem Abstürzen in die unendliche Tiefe des Meeres und dem Reiz des Risikos am Rande des Wirbels die Gefahr zu genießen. Sicherheit gibt es in jedem Fall nicht. Fische und anderes Meeresgetier meiden instinktiv die Nähe des Strudels, Menschen hingegen werden immer wieder Opfer ihrer nicht zu bezähmenden Neugier und wagen sich zu nahe heran.

 

- Gewinner des europäischen Burghauser Jazzpreises 2015

 

„Die Musik der drei ist eine perfekt gespielte Mischung aus Progessive Rock von Bands wie “Dream Theatre” oder “Tool” und Gitarrenvirtuosen wie Yngwie Malmsteen und vertracktem Jazz von Steve Coleman oder der Expressivitat von John Zorn. Dazu kommt aber eine jugendliche Unbedarftheit und Frische, die Spaß macht. Naturlich, wer Swing oder Hardbop erwartet hat, wurde enttauscht. Wer sich aber Zeit zum Einhoren und Miterleben dieser Musik gab, erlebte ein Konzert zum Staunen. Jeder Break sitzt, nichts knirscht da, die unzahlbaren Rhythmen wechseln in noch vertracktere; ein halbwegs ambitionierter Musiker brauchte Wochen, um die Melodielinien, die Saxophon und Gitarre beilaufig abliefern, einzuuben. Vielleicht eine mutige Entscheidung, die Jazzwoche von so einem kantigen Beitrag eroffnen zu lassen, aber sicher eine sehr gute.“

(BR-Blog, Ulrich Habersetzer, 19. März 2015)

 

„Mit Gitarre, Saxophon und Schlagzeug schaffen Axel Zajac, Salim Javaid und Jo Beyer mehr Farben und Assoziationsraume, als man von der kleinen Besetzung erwartet und haben dabei so viel Spaß an Dekonstruktion, dass aus ihrer Musik ein rundherum humorvoller Kommentar zu den Moglichkeiten des Gegenwartsjazz wird. Grund genug, ihnen den 7. Europaischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis zu uberreichen“, erklart die Jury.

 

(18. März 2015, Redaktion JazzZeitung)

"[...] Da trat beispielsweise die Band „Malstrom“ auf, ein Trio in außergewohnlicher Besetzung: Ein Saxofonist, ein Gitarrist und ein Schlagzeuger interpretierten eigene Stucke wie „Eine grune Wiese mit bunten Blumen drauf“. Da lieferte sich Axel Zajac mit seiner unkonventionellen achtsaitigen Gitarre nicht weniger unkonventionelle Schlagabtausche mit Saxofonist Salim Javaid. Melodisch-schone Passagen wurden mit experimentell-assoziativen konterkariert, eingefahrene Horgewohnheiten eingedampft."

Philleicht Jazz?! präsentiert Monoglot 24.02.2018

Das Album-Debut von MONOGLOT erschien im Dezember 2014. Mit mitreissend energetischen Live-Performances hat das schweizerisch-deutschisländische Quintett in den letzten Jahren von Basel aus auf sich aufmerksam gemacht. Der Sound zweier Tenorsaxophone ( Fabian Willman und Sebastian von Keler), Gitarre ( Kristinn Smári Kristinsson ), E-Bass ( Florian Keller ) und Schlagzeug (Luca Glausen) zeichnet ein energetisch und naives, fragiles und emotionales Klangbild. Kompositorische Raffinesse zerfließt zu improvisierten Gebilden, Struktur und Chaos vereinigen sich zu einer Art Indie-Alternative-Jazz mit Punk Attitüde.

 

Fabian Willmann (ts, ss)

Sebastian von Keler (ts, ss)

Kristinn Smári Kristinsson (guitar)

Florian Keller (eb)

Luca Glausen (drums)

Philleicht Jazz?! präsentiert Just Another Foundry 17.03.18

Eine Foundry, eine Manufaktur, eine Gießerei. Industrielle Großeinrichtungen, die darauf fokussiert sind, ihre Produkte mit engen Toleranzen durch die Retorten zu jagen. Dabei immer ein Ziel vor Augen: dass ein Werkstück dem anderen bis in die molekulare Struktur gleicht und so, nach erfolgreichem Verkauf, seinem oft einzigen Verwendungszweck zugeführt wird. Ganz anders verhält es sich jedoch mit JUST ANOTHER FOUNDRY! Das Ziel welchem das Kölner Trio entgegenstrebt, unterscheidet sich deutlich von dem der Gießerei. Es geht um Vielfalt, Wohlgestalt und die eigenen Wurzeln. Die Gruppe selbst hat sich in der Zeit des Zusammenspiels zu einer Einheit entwickelt. In ihren Kompositionen spiegelt sich immer der authentische Klang von JAF wider. Anstatt das Werkstück in eine Form zu pressen und ihm so enge Toleranzen aufzubürden, wählen sie die Form der Freiheit im Zusammenspiel trotz mikrotonale Strukturen und vertrackte Grooves. Vielmehr ist immer ein melodiöser Grundgedanke richtungsweisend, um so die Ästhetik in den Vordergrund zu rücken. Dazu gehört ebenso, dass JAF auch vor rustikalen Klängen nicht Halt macht. Jonas Engel - Saxophon Florian Herzog - Kontrabass Anthony Greminger - DrumsTrotz ihrer relativ kurzen Bandkarriere haben die drei bereits in der deutschen Jazzszene auf sich aufmerksam gemacht. Sie gewannen im Oktober 2015 den Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück, im August 2016 den Tremplin Jazz Award in Avignon (FR), den Maastricht Jazz Award, spielten bei WDR Campusjazz und wurden Zweite beim Jungen Münchener Jazzpreis. “So sieht die Zukunft des Jazz in Deutschland aus.” - Süddeutsche Zeitung Ihr souveränes Spiel mit melodischer Finesse und rustikaler Brachialität gleichermaßen haben der Band bereits einige Preise eingebracht” - Uli Lemke, JazzThing“Mut zur Kante, zum Nicht-Lieblichen im intensitätsgeladenen Auftritt des exzellent zusammenspielenden Trios” - Roland Spiegel, Bayrischer Rundfunk

Philleicht Jazz?! präsentiert Marithé & Jonathan Duo am 14.04.3018

Ein Konzert nur mit Gesang und Kontrabass? Warum macht das keiner? Diese Frage haben sich auch Marithé und Jonathan gestellt. Denn mal ganz ehrlich, mehr braucht man nicht! Wunderschöne Melodien und herzerwärmende Texte zusammen mit groovigen Basslinien und warmen Klangteppichen von gestrichenem Kontrabass ist alles, was man für ein gutes Konzert braucht.

 

Die holzige Wärme der tiefen Kontrabass-Klänge und die darüber schwebende glänzende Frauenstimme erzeugen eine intime, gemütliche Atmosphäre. Ihre Musik drängt sich nicht auf, ist nicht laut, aggressiv oder kontrovers, wie so vieles in dieser Welt. Es ist ein Konzert der filigranen und leisen Töne, eine Hommage an die Schönheit der Dinge

Philleicht Jazz?! Karolina Strassmayer, Drori Mondlak - Klaro! am 15.04.2018

Karolina Strassmayer & Drori Mondlak - KLARO!

KLARO! verbindet die Lyrik der europäischen Klassik und Folklore mit der rhythmischen Kraft des amerikanischen Jazz und der harmonischen Raffinesse der zeitgenössischen Musik. Der musikalische Bogen spannt sich von kraftvoll, spritzigen Grooves zu poetischen Balladen und explosivem Swing. Egal in welchem Genre sich die Musiker von KLARO! bewegen, ihre Musik ist stets voller Passion, Neugier und Lebenslust.

 

Von den Lesern des amerikanischen Jazzmagazins Downbeat wurde die Ausnahmemusikerin Karolina Strassmayer mehrmals unter die weltweit fünf besten Altsaxophonisten gewählt. Sie erspielte sich eine ausgezeichnete Reputation in der New Yorker Jazzszene und ist seit 2004 die erste Frau in der mit mehreren Grammys ausgezeichneten WDR Big Band Köln. Sie spielte mit McCoy Tyner, Joe Zawinul, Joe Lovano, Chris Potter, John Scofield u. v. a.

 

 

Drori Mondlak ist einer der herausragenden Jazz-Schlagzeuger und Bandleader. Seine eklektische Arbeit in mehr als zwanzig Jahren in New York haben Mondlak mit Jazzgrößen wie Frank Foster, Joe Williams, Chris Potter, und Ernestine Anderson zusammengeführt. Mondlak ist auch in der europäischen Jazzszene angekommen und spielte mit Lee Konitz, Sonny Fortune, Barbara Dennerlein, David Friedman, Lynne Arriale, Nicolas Simion und Pablo Held.

 

Der renommierte Bassist Thomas Stabenow ist ein Veteran der deutschen Jazzszene und spielte mit internationalen Jazzgrößen wie Johnny Griffin, Charlie Rouse, Lee Konitz, Mel Lewis, Kenny Wheeler, Billy Cobham, Cedar Walton und Stan Getz.

 

Karolina Strassmayer - Altsaxophon

Thomas Stabenow - Bass

Drori Mondlak - Schlagzeug

 

“Strassmayer has absorbed, internalized and personalized what John Coltrane gave to jazz and often evokes him purely on the power of her tone and inflection.”

-Doug Ramsey, Rifftides Arts Journal "The precision, speed and reserved strength of Mondlak’s drumming are reminiscent of Joe Morello in his early years with Dave Brubeck.” - Doug Ramsey — Arts Journal, Rifftides

“Mondlak is a drummer of extreme subtlety and melodic refinement that reminds me of Roy Haynes on his best moments” - Arnaldo DeSouteiro - Jazz Station

Philleicht Jazz präsentiert Tuyala am 28.04.2018

Release Tour Booking TUYALA

 

Die Band um die Sängerin Lisa Tuyala, die ihre familiären Wurzeln unter anderem im Kongo hat, dem Mannheimer Bassisten Jonathan Sell, dem aus Rumänien stammenden Stuttgarter Schlagzeuger Daniel Kartmann und dem Freiburger Saxophonisten Nico Hutter wartet mit berührenden Vocal-Jazz und Spoken-Word Tracks auf, die ein hier und da an Abbey Lincoln erinnern lassen und an anderer Stelle einen Hauch von Ursula Rucker in sich tragen. Die Formation entwickelt eine Klangästhetik, die durch intuitives Spiel und energetische Improvisationen geprägt ist. Das Quartett erschafft Klangwelten, in denen Sprache und Musik in ständiger Wechselbeziehung stehen.

 

 

 

 

Lisa Tuyala – Gesang

Nico Hutter – Tenorsax, Bassklarinette

Jonathan Sell – Kontrabass

Daniel Kartmann – Drums, Percussion

Philleicht Jazz?! präsentiert MONO ext 11.05.18

MONO ext. Ist ein Duo bestehend aus einem Schlagzeuger und einem Pianisten.

Die Instrumentalkombination ermöglicht es dem Ensemble, mühelos zwischen den Klassikern des Repertoires, den modernen Werken und der freien improvisierten Musik auf eine neue und aufregende Weise zu switchen.

Mit einem instrumentalen und körperlichen Ansatz erforschen und verschieben sie die Grenzen der natürlichen Akustik der Snare-Trommel und des Flügels mit konventionellen Spieltechniken sowie erweiterten Techniken und Vorbereitungen.

Ihre Arbeit umfasst Elemente der konzeptionellen und spontanen Komposition, strukturierte Improvisation, Performance und Klangdichtung.

MONO ext. - KLANKBEELDJE, veröffentlicht am 22.05.2017 auf IMPAKT

 

Etienne Nillesen (NL) ist Performer und Komponist aus den Niederlanden mit Sitz in Köln. Mit einem instrumentalen und körperlichen Ansatz erforscht und verschiebt er die Grenzen der natürlichen Akustik der Snare-Trommel mit konventionellen Spieltechniken sowie erweiterten Techniken und Vorbereitungen. Seine Arbeit umfasst Elemente der konzeptionellen und spontanen Komposition, strukturierte Improvisation, Performance und Klangdichtung. Neben seiner eigenen Arbeit ist Etienne ein Performer zeitgenössischer Musik und arbeitet mit Komposition, Bewegung und Snare Drum in einer Reihe von interdisziplinären Projekten zusammen. Sein Interesse an verschiedenen Formen der Erkundungsmusik gab ihm die Gelegenheit, regelmäßig mit Künstlern wie Rudi Mahall, Claudio Puntin, Sofia Jernberg, Audrey Chen, Eve Risser, Philip Zoubek, Sebastian Gramss, Michael Thieke, Pascal Niggenkemper, Theo Bleckmann, Ernst Reijseger zu arbeiten , Shelley Hirsch, Wolter Wierbos, Wilbert DeJoode, Carl Ludwig Hubsch, Michael Vorfeld, Eivind Aarset, Tom Arthurs, Robert Landfermann, Natalie Sandtorv, Bram Stadhouders, Robert van Heumen, Brad Henkel, Simon Nabatov, Sebastian Duboc, Frank Gratkowsky, Simin Tander , Elisabeth Fügemann, Nicola Hein, Matthias Muche ... Neben dem Musiker ist er Professor am ArtEZ Institut der Künste in Arnhem / Niederlande

 

Cao Thanh Lan (VN) - ein vielseitiger Musikerin, die als klassische zeitgenössische Pianistin (mit Pierre-Laurent Aimard) trainiert wurde, findet jedoch ihr Hauptinteresse am Klang. Sie experimentiert mit analogen Synthesizer, verstärkten Objekten, vorbereiteten Marxophon / Zither, Low-Tech-Elektronik etc. Als Gastpianistin der Kammerensemble Neue Musik Berlin (KNM Ensemble) spielte sie bei Ultraschall Festival, Musica Electronica Nova Wroclaw, Galeriewanderung Berlin, etc. Sie hat auch eine breite Palette von Ensemble-Erlebnis auf Festivals, nämlich Klangspuren mit Ensemble Modern Frankfurt, Darmstadt Festival für neue Musik, Festival Ircam Paris @ Manifest, Impuls Festival, Internationales Kamermuziek Festival Schiermonnikoog, etc. Auch als experimentell aktiv Klangkünstler, Komponist in vielen verschiedenen Projekten, vor allem das elektroakustische Duo (Parallel Asteroid und Zicla-Projekte) - in Zusammenarbeit mit Gregor Siedl war sie auf Tournee und gibt Workshops für zeitgenössische Musik und Improvisation in Europa, Japan, Brasilien, China, Taiwan, Argentinien, Uruguay, Chile und Vietnam

Philleicht Jazz?! präsentiert Sarah Buechi 29.09.2018

Sarah Buechi – Contradiction of Happiness

Das Hinzufügen von drei Streicherinnen zur neuesten musikalischen Kreation von Sarah Buechi beweist, dass sie Ihre Abenteuerlust nicht verloren hat.

Schon der Erstling `THALi` (Unit Records, 2010) beschrieben mit „woanders mit Sarah Buechi“ wurde dafür gelobt, dass die damaligen Einflüsse Indischer Musik, die Buechi vor Ort 18 Monate lang bei R.A. Ramamani und T.A.S. Mani studiert hatte, keine oberflächigen Abschweifungen, sondern „das Resultat

intensiver Auseinandersetzung“ waren.

Mit der zweiten Platte `Flying Letters` (Intakt Records, 2014), entstanden in New York, wurden rockigere Töne und abstraktes Gedankengut rhythmischer Natur inspiriert durch Studien bei Steve Coleman (USA) und Bernard Woma (Ghana) in Buechi`s Weiterentwicklung des `modernen Jazzsongs` eingespeist. Diese

Musik wurde als „Musik der Zukunft“ gelobt und brachte das Quartett mit Mitmusikern Stefan Aeby am Piano, André Pousaz am Kontrabass und Lionel Friedli am Schlagzeug auf einen abermals neuen, abenteuerlichen Kurs.

Mit Ihrem Drittling `Shadow Garden` (Intakt Records, 2015) gelang Ihr schliesslich eine Synthese mit „Musik für Kopf und Geist“ mit mehr Gewichtung der poetischen Lyrics und Gesamtdramaturgie der einzelnen Songs.

Das „Quartett, das Hoffnung macht“, welches in den letzten zehn Jahren zusammengewachsen ist, führt auch im neusten Album zu einer Verschmelzung von Komposition, Improvisation und Interaktion.

Simple Themen finden in Ihren Texten kaum Platz und erklingen in Songs wie `Fahamore (Paradise)` in einer Art musikalischen Prosa.

Die Streicherinnen (Estelle Beiner an der Violine, Isabelle Gottraux an der Viola und Sara Oswald am Cello) sind in die Geschichten eingebunden und fungieren nicht nur im Hintergrund mit emotionalen Farben, sondern auch im improvisatorischen und interaktiven Kontext und Gesamtklang.

Mit den Streichern vollzieht sich eine emotionale Vertiefung der einfach klingenden und nie oberflächlich wirkenden, aber oft komplexen und abenteuerlichen Musik von Sarah Buechi.

 

„Grossartig, wie dieses Quartett interagiert, wie Sarah Buechi ihre schlanke Stimme facettenreich einzusetzen weiss, wie diese Musik atmet und – ja - Hoffnung macht.“

(Martin Schuster, Concerto)

 

„Die Sängerin zählt zu den interessantesten Jazzstimmen in Europa."

Südkurier Villingen, 29.11.2016

 

„Sie macht die Musik der Zukunft“

(Manfred Papst, NZZ)

 

„Sarah Buechi ist eine faszinierende Stimme im Jazz des 21. Jahrhunderts und musikalisch absolut auf Höhe der Zeit"

Thomas Lois Mink, Badische Zeitung, 20.6.2016

Philleicht Jazz?! präsentiert THEA SOTI am 13.10.18

Wir begrüssen Thea Soti mit ihrem neuen akustischen jazz-poetry programm und Überraschungsgäste.

 

Sängerin und Komponistin, geboren in Subotica (SRB) in einer ungarischen Familie. Sie studierte Jazz-Gesang und Komposition in Hannover, Köln (DE) und Luzern (CH). Ihre Schwerpunkte liegen in der Erforschung der Möglichkeiten die

menschliche Stimme als Instrument einzusetzen und im Zusammenfügen von durchkomponierten Strukturen und freier Improvisation. Sie gilt als eine mutige und kompromisslose Stimme, die sich an der Schnittstelle Jazz, aktuelle Musik,

avantgardistische Poesie und improvisierte Musik bewegt. Neben ihren interdisziplinären Projekten mit TänzerInnen, arbeitet sie gerne in Grenzbereichen zwischen Sprache, Klang und Text. Gegenwärtig sind sie und ihre Kompositionen sowohl in Groß-Ensembles (Fette Hupe, Modern Art Orchestra, Subway Jazz

Orchestra, etc) als auch in verschiedenen experimentellen, frei-improvisierenden Besetzungen zu hören (RYMM, Monsters For Breakfast). Ihr Projekt Electrified Islands verbindet surreales Storytelling mit konventionellen Songstrukturen,

Performance-Elementen und Live Elektronik. Sie ist Gründungsmitglied des europäischen KomponistInnenkollektivs SUNG SOUND und seit 2015 kuratiert sie die experimentelle Konzertreihe STIMMUNGEN im Loft in Köln mit.

Philleicht Jazz?! präsentiert Stahlwerk am 03.11.2018

Im altehrwürdigen Metier des Klaviertrios haben die drei jungen Musiker von Stahlwerk ihren eigenen Weg gefunden. Dieser führt sie seit 2013 durch die Klubs und Konzertlokale Mitteleuropas.

So sehr die Band ihrem ureigenen Sound zwischen Jazz, Klassik und Minimal Music treu bleibt, so experimentierfreudig zeigen sich Stahlwerk bei der Suche nach neuen Ausdrucksformen in ihrem

Klangkosmos.

 

Im Spiel des Schweizer Trios zerfliessen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, Setlisten gibt es dabei ebenso wenig wie eine vorgefertigte Konzertdramaturgie. Das Publikum

nimmt Teil an einem spontanen Entstehungsprozess und kann miterleben wie sich die Musiker im freien Zusammenspiel ihren eigenen Kompositionen annähern und sie auch wieder verlassen.

Songstrukturen lösen sich im improvisativen Fluss auf, um sich unvermittelt wieder zu verfestigen.

So gerät jedes Konzert zu einem Unikum, einer Feier des Moments, einer musikalischen Kollektiv-Expedition mit ungewissem Ausgang.

Die Kompositionen, die der Band als Material für ihre Live-Kreationen dienen, stammen aus der Feder des Basler Pianisten Dominic Stahl. Stahl absolvierte eine klassische Klavierausbildung in Luzern, bevor er sich in weiteren Studien vermehrt dem Jazz zuwandte. Im Berner Schlagzeuger Tobias Schmid und im Tessiner Bassisten Francesco Rezzonico fand Dominic Stahl während des

Studiums an der Jazz-Schule Basel musikalische Mitstreiter und verwandte Geister. 2016 folgte mit „Grund“ das erste Studio-Album der Band. Die neun Stücke der Platte bilden einen Querschnitt

durch das musikalische Schaffen des Trios.

Es ist eine Musik im stetigen Fluss. Melodische Linien und komplexe rhythmische Patterns überlagern sich, gewinnen an Form, um sich in einer ekstatischen Steigerung wieder aufzulösen.

Stahlwerk schicken ihre Themen auf weite Reisen durch verschiedene musikalische Gefilde, über dynamische Hügel und träumerische Landstriche. Für die Zuhörenden treten die feingliedrig

kristallinen Strukturen in den Hintergrund, man lauscht den Themen nach und freut sich über ihre Wiederkehr, lässt sich durch die Verdichtung der Grooves berauschen oder gerät in den

kontemplativen Sog in sich kreisender Patterns.

 

Dominic Stahl // Klavier

Francesco Rezzonico // E-Bass

Tobias Schmid // Schlagzeug

 

 

Stimmen

 

Die ausgeklügelten Arrangements voller rhythmischer Raffinessen und eleganten Solos machen "Grund" zu einem grossartigen und vielseitigen Klangerlebnis. Da gibt es Klangfarben und Sounds, die sich auch nach "Fluss", "Wüste" und "Kristall" anhören und anfühlen. Einerseits wird es mal laut, wild und verspielt, andererseits mal ruhig und sanft, als wäre da nur ein Hauch von einem Geräusch hörbar. Sehr gekonnt eingefangene ldeen des Pianisten und einfühlsam begleitet von einer eingespielten Band. Grosser "Grund", diesem jungen Trio genauer zuzuhören.

 

(Album Review von Michel Estermann, JAZZ 'N' MORE Sep/Okt 2017)

 

Wer sich aufgrund des Bandnamens auf strenge und archaische Metallo-Kost eingestellt hat wird überrascht: der Stahlwerk-Auftritt im Gaskessel entpuppt sich als intimes tête-a-tête-a-tête zwischen Piano (Dominic Stahl), Bass (Francesco Rezzonico) und Drums (Tobias Schmid).

 

Die Eröffnung mit gedämpftem Licht und Garnschlägel auf Becken («Grund») lässt bald Wohnzimmerstimmung aufkommen und den Kessel in andächtige Ruhe treten. Da darf sich ein einsamer Basslauf nach scheinbar orientierungsloser Suche dankbar in die Arme des Pianos legen, um dieses nach einer kurzen, aber intensiven Liebkosung wieder zurückzulassen und sich im folgenden Rhythmuswechsel gleich selbst zu verlieren («Wind»). Der Stahl präsentiert sich durch das gesamte Konzert erstaunlich dehnbar: Das Trio spielt sich sorgfältig in die stahlwerksche Klangwelt und nimmt dort immer wieder neue Fährten auf, welche mal kräftiger, mal gemächlicher, verschoben, verkehrt sind. [...] Aus dem Stahlwerk wird nicht Meterware geliefert, hier wird geschlagen, geschweisst und geschliffen. Der Stahl ist bloss Material, hier geht es ums Wärche.

(Rafael Egloff, Bärner Studizytig, 22. März 2017)

 

Die Kompositionen sind perlig und eigen, die drei Spieler eingespielt aufeinander. Eine Band, die die langen Bögen sucht und findet!

(Wolfgang Zwiauer)

 

Mit "Grund" ist Stahlwerk ein beeindruckender Mix an interessanten Grooves, abgeklärten Arrangements und fantasievollen Solos gelungen. Ein Debut eines charakterstarken jungen Trios, das Lust auf mehr macht.

(Michael Arbenz)

Philleicht Jazz?! Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting am 01.12.2018

Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting

 

spielt Songs aus dem Great American Songbook

und eigene Kompositionen. Jazz in Hochform!

 

Es ist nicht zu fassen: der Mann ist 75 und spielt Posaune wie ein Gott. Ideen, Time (!!) und Phrasierung erste Sahne. Bescheidener Typ, der er ist, kennen ihn leider nur die Musikerkollegen und ein paar Jazzfans. Dabei hat er mit seinem Klavierspiel schon in den Siebzigern Mongo Santamaria überzeugt, hat von 1991-2008 das Profil der NDR Bigband sowohl als Arrangeur wie auch als Posaunist mitgeprägt.

Auf der vorliegenden Aufnahme, initiiert von Michael Kersting, kann man Joe in kleiner Besetzung hören, seine Energie reisst die ganze Band mit, und die sorgfältige Auswahl der Songs scheint ihm auf den Leib geschneidert.

 

Joe Gallardo: Posaune, Arrangements

spielte 1974 bei Mongo Santamaria , für den er u.a. „Amanecer” schrieb (Grammy 1978). 1978 zog er nach Deutschland und arbeitete als Arrangeur und Solist beim Orchester Erwin Lehn und spielte daneben mit

Ack van Rooyen, Bertil Strandberg, Emil Mangelsdorff u.v.m. Veröffentlichte

mit Latino Blue seine LP/CD.

Er trat mit „Connexion Latina” von Rudi Fuesers, mit Joe Henderson, mit Roman Schwaller, mit Wilson de Oliveira und mit der „Rhythm Combination and Brass” von Peter Herbolzheimer auf. Ab 1991 war Gallardo Mitglied bei der NDR Bigband .

 

Martin Schrack: Piano, Arrangements

spielte mit Benny Bailey, Joe Gallardo, Don Rader, Fatty George, Dusko Goykovich, Tony Lakatos, Pete York, Benny Golson, Randy Brecker,Bob Mintzer, Dave Liebman und Torsten Krill auf, arbeitete aber auch für die Bigbands von Erwin Lehn und Paul Kuhn und arrangierte für die NDR-Bigband und die SWR-Bigband. 2002 begleitete er Sandy Patton und Sheila Jordan.

 

Thomas Stabenow: Bass

Bei großer Vielseitigkeit ist er stilistisch dem swingenden Hauptstrom des Jazz verbunden. Als Bandleader bildet er in seiner dienenden unspektakulären Art einen lebendigen Mittelpunkt für viele Musiker.

 

Michael Kersting :Drums

spielte mit Mal Waldron Jimmy Woode, Kirk Lightsey, Arthur Blythe, Vanessa Rubin oder Jasper van’t Hof. Tourte mit Jaco Pastorius, Bireli Lagrene,Kirk Leigthsey, Buster Williams, Eric reed, Vanessa Rubin, trat mit Martin Schrack, mit Benny Golson, mit Gonzalo Rubalcaba und mit Klaus Wagenleiter auf sowie ab 1996 mit Kenny Wheeler, Claus Stötter und Günter Lenz, mit Terumasa Hino und Manfred Bründl (1998), mit Helmut Brandt (1999), mit Urszula Dudziak, Richie Beirach,Randy Brecker. Im Trio mit Thomas Stabenow und Jim Ridl nahm er das Album Human Spirit.

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