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Philleicht Jazz?!


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Philleicht Jazz?! Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting am 01.12.2018

Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting


spielt Songs aus dem Great American Songbook und eigene Kompositionen. Jazz in Hochform!


Es ist nicht zu fassen: der Mann ist 75 und spielt Posaune wie ein Gott. Ideen, Time (!!) und Phrasierung erste Sahne. Bescheidener Typ, der er ist, kennen ihn leider nur die Musikerkollegen und ein paar Jazzfans. Dabei hat er mit seinem Klavierspiel schon in den Siebzigern Mongo Santamaria überzeugt, hat von 1991-2008 das Profil der NDR Bigband sowohl als Arrangeur wie auch als Posaunist mitgeprägt.

Auf der vorliegenden Aufnahme, initiiert von Michael Kersting, kann man Joe in kleiner Besetzung hören, seine Energie reisst die ganze Band mit, und die sorgfältige Auswahl der Songs scheint ihm auf den Leib geschneidert.


Joe Gallardo: Posaune, Arrangements

spielte 1974 bei Mongo Santamaria , für den er u.a. „Amanecer” schrieb (Grammy 1978). 1978 zog er nach Deutschland und arbeitete als Arrangeur und Solist beim Orchester Erwin Lehn und spielte daneben mit Ack van Rooyen, Bertil Strandberg, Emil Mangelsdorff u.v.m. Veröffentlichte mit Latino Blue seine LP/CD.

Er trat mit „Connexion Latina” von Rudi Fuesers, mit Joe Henderson, mit Roman Schwaller, mit Wilson de Oliveira und mit der „Rhythm Combination and Brass” von Peter Herbolzheimer auf. Ab 1991 war Gallardo Mitglied bei der NDR Bigband .


Martin Schrack: Piano, Arrangements

spielte mit Benny Bailey, Joe Gallardo, Don Rader, Fatty George, Dusko Goykovich, Tony Lakatos, Pete York, Benny Golson, Randy Brecker,Bob Mintzer, Dave Liebman und Torsten Krill auf, arbeitete aber auch für die Bigbands von Erwin Lehn und Paul Kuhn und arrangierte für die NDR-Bigband und die SWR-Bigband. 2002 begleitete er Sandy Patton und Sheila Jordan.


Thomas Stabenow: Bass

Bei großer Vielseitigkeit ist er stilistisch dem swingenden Hauptstrom des Jazz verbunden. Als Bandleader bildet er in seiner dienenden unspektakulären Art einen lebendigen Mittelpunkt für viele Musiker.


Michael Kersting :Drums

spielte mit Mal Waldron Jimmy Woode, Kirk Lightsey, Arthur Blythe, Vanessa Rubin oder Jasper van’t Hof. Tourte mit Jaco Pastorius, Bireli Lagrene,Kirk Leigthsey, Buster Williams, Eric reed, Vanessa Rubin, trat mit Martin Schrack, mit Benny Golson, mit Gonzalo Rubalcaba und mit Klaus Wagenleiter auf sowie ab 1996 mit Kenny Wheeler, Claus Stötter und Günter Lenz, mit Terumasa Hino und Manfred Bründl (1998), mit Helmut Brandt (1999), mit Urszula Dudziak, Richie Beirach,Randy Brecker. Im Trio mit Thomas Stabenow und Jim Ridl nahm er das Album Human Spirit.

Konzerte 2019

Philleicht Jazz?! präsentiert Totenhagen am 19.01.2019

"Was für eine Stimme, fein, diskret, intim, und wie elegant sind die Arrangements {…} Laura ist High End“ (Ulrich Stock, ZEIT-Magazin August 2017).


Etwas Geheimnisvolles umweht Laura Totenhagen, ihr Gesicht scheint wie mit einem Schleier verhüllt, der Ausdruck aufmerksam, beobachtend. Sie gibt nicht viel preis, lässt sich nicht lesen wie ein Buch. Die Tiefe, die sich hinter ihren Augen verbirgt, transportiert Laura Totenhagen durch ihre Kompositionen. Impressionistischer, melancholischer Jazz, getragen vom dunklen Timbre ihrer Stimme, umhüllt vom feinfühligen Spiel ihrer Band. Totenhagens Musik verkörpert die ständige Aufforderung, zuzuhören. Die Musiker untereinander folgen dieser unausgesprochenen Aufforderung ebenso bereitwillig, wie der Hörer. Die Band lässt der Sängerin viel Raum für ihre charakteristische Stimme, in der man die Kraft von Vorbildern wie Norma Winstone deutlich spürt. Mit ihrem Quartett vereint die Musikerin die textliche Tiefe einer Jazzsängerin mit der melodiösen Präzision eines Blasinstruments – ihre lupenreine Intonation erlaubt es ihr, sich improvisatorisch keine Grenzen setzen zu müssen. Im Hören wächst das Gefühl, etwas erfahren zu haben über Totenhagen, einen geteilten Moment erlebt zu haben. Und doch hält man nur eine Seite des Buchs in der Hand, ein Puzzleteil dieser Tiefe, aber doch ein glaubhaftes Fragment ihrer Persönlichkeit.“ © Luis Reichard 2016


Zu Philleicht Jazz bringt das Kölner Quartett auch sein Debüt-Album „Foliage“ mit, welches im Mai 2017 bei Toy Piano Records erschien. Darüber schreibt Anja Buchmann (Deutschlandfunk): „Elegante Klanglandschaften, sensibel-verästeltes Zusammenspiel und eine warme, nuancenreiche Stimme - ein vielversprechendes Debüt des Quartetts rund um die junge Sängerin und Bandleaderin Laura Totenhagen, die mit ihrer erstaunlich reifen Stimme große Aufmerksamkeit erreicht.“


Laura Totenhagen - Stimme

Felix Hauptmann - Piano

Stefan Schönegg - Kontrabass

Leif Berger - Schlagzeug

Philleicht Jazz?! präsentiert Tortusa/Breistein 09.02.2019

Tortusa/Breistein aus Norwegen



Sie beschreiben ihr Projekt als „Electronic Ambiance“: der Klangkünstler John Derek Bishop alias Tortusa und der Saxophonist Inge Weatherhead Breistein.


Dieses nordische Duo treibt der Clash von organischen und elektronischen Elementen um.

Tortusas sanfte atmosphärische Welten geben dem Ausdruck „meditativ“ dabei ganz neue Bedeutung.

Der norwegisch-amerikanische Musiker erzeugt mit digitaler und analoger Manipulation vorab aufgenommener Naturaufnahmen berückende Sounds, die er zusammen mit Loop-Stations und Modularsynthesizern zu einem virtuos pulsierenden Kosmos verbindet. Lange improvisierte Saxophonpassagen von Breistein samplete und zerlegte Tortusa, um sie zu neuen rhythmischen Patterns wieder zusammenzusetzen.


Bei den Aufnahmen war die Umgebung maßgeblich: Tortusa und Breistein betrachten den Raumklang ebenso als Bestandteil der Komposition wie die gespielten Noten. Das Duo traf sich für die Produktion von „Mind Vessel“ in den Hallen des Kulturzentrums Tou Scene, einer ehemaligen Bierbrauerei im südnorwegischen Stavanger.


Der elektronisch-experimentelle Sound des Albums bezieht sich auf Künstler wie Oneohtrix Point Never, Brian Eno und Jon Hopkins.

Wesentliche Inspiration zogen Tortusa/Breistein aber auch aus der atemberaubenden norwegischen Natur. Davon zeugt die fantastische Photographie im Booklet.

Das Rauschen von Wasser trifft auf dem Album auf organische House-Beats („Keep Coming Back“);

„Corrosion is a natural process” treibt mit seinen


flirrenden Synthesizern und tiefen Bässen dagegen schon in Dub-Gewässern.


Tortusas Vorgänger-Album „I Know This Place“, das Samples des Gitarristen Eivind Aarset zu neuen Collagen zusammensetzte, wurde in Norwegen für den renommierten Spellemann-Preis nominiert. „Mind Vessel“ setzt diesen Weg fort und erweitert ihn um die faszinierenden Saxophonklänge Inge W. Breisteins. Call it Zeitgenössische Musik, Electronica, Minimal Music, Ambient oder nordischen Jazz



Tortusa/Breistein sind ein Duo wie kein zweites.

Tortusa (Alias John Derek Bishop) ist ein Norwegisch-amerikanischen Elektronik-Musiker und Komponist aus Stavanger, Norwegen. Er inspiriert von Klassik und jazz sowie zeitgenössische elektronische Musik. Seine kompositorische Methode ähnelt visuelle Collage Künstler. Ein Eckpfeiler in der Tortusa Produktion ist die Textur und das Timbre des Klangs. Er sucht nach Klängen, die aus dem üblichen heraus und spielen Sie mit dem Ohr. Tortusa Collage Vorgängeralbum von Gitarrist Eivind Aarset wurde für den Spellemannprisen Preis (norwegischen Grammy) nominiert.


Inge Weatherhead Breistein ist eine norwegische jazz-Saxophonist, Elektronik-Musiker und Komponist. Er spielt und komponiert Musik in einem breiten Spektrum von Genres, Jazz, verschiedene Arten von elektronischer Musik, experimentelle Pop und freie Improvisation erwähnt werden können. Sein Sound reicht von einen warmen, runden Ton mehr Textur und knallharte Ausdrücke. Nutzung von vielfältigen und gegensätzlichen Dynamics ist eine klare Funktion in seinem Spiel.


Philleicht Jazz?! präsentiert Ensemble Entropie 23.02.2019

"Dunkel, sphärisch und ekstatisch entwickelt die Musik des Ensemble Entropie ihre Kraft aus der Spannung zwischen Ordnung und Chaos. Bei dem Quartett aus Berlin und Frankfurt am Main trifft die Spontanität des Jazz auf die Dynamik des Rock und die Experimentierfreude der Neuen Musik. Ensemble Entropie macht Jazz, begreift ihn jedoch eher als Art und Weise des Musizierens, denn als stilistische Vorgabe. Formsicher werden ausgewählte Stücke bis auf die statisch relevanten Bauteile entkernt. Im neu entstanden Raum wirken bekannte Standards wieder unverbraucht, zart und roh. Die vorwiegend eigenen Kompositionen beinhalten eingängige Themen auf der Basis von Zwölftonmusik, einem Bassriff als Hook oder Liedtexten in Fantasiesprache, doch gerade wenn es so scheint als hätte man die Struktur eines Stückes begriffen, wird es in seine Einzelteile zerlegt."



Layonne Cherimoya - Gesang


Nikolai Muck - Gitarre


Leon Lissner - Bass


Fabian Habicht - Schlagzeug

Philleicht Jazz?! präsentiert der Weise Panda am 23.03.2019

Ihr denkt, Ihr wisst wie eine Jazzband klingt?

Traut Euch zu irren und lauscht dem Song.

Von Herzen verspielt, Instinkten treu, pulsierender Ausdruck in Form von Musik.

Eine Band ist ein Sound. Diese Band ist ein Tier.

Zieht Euch aus und tanzt.

Der weise Panda kommt.

Weise wohlgemerkt. Nicht weiß. Damit würde nur wieder eines dieser vielen Klischees bedient werden, sei es über diese geheimnisvollen, niedlichen Tiere oder auch über diesen geheimnisvollen, niedlichen Jazz. Mit keinem von beiden können Herta und Otto Normalverbraucher so richtig etwas anfangen. Dabei wäre es doch so leicht: Der Panda wie der Jazz öffnen sich einem nur über den Schlüssel der Emotionen. Und auch die Formation um die Sängerin Maika Küster, den Pianisten Simon Seeberger, den Bassisten Yannik Tiemann und den Drummer Jo Beyer lässt sich am ehesten dann verstehen, wenn man allen intellektuellen Ballast über Bord wirft und sich ganz von seinen Instinkten leiten lässt. Was nicht automatisch bedeutet, dass das Hirn außen vor bleiben muss. Im Gegenteil: Die Musik des „weisen Panda“ fordert und berührt einen, sie entwickelt eine eigenwillige Dynamik, die man zunächst verstehen und akzeptieren muss, um in ihren mächtigen Strudel hineingezogen zu werden. Ein weiteres Highlight in der schillernden „Jazz thing Next Generation“-Serie.

Eigentlich stand Angelika Niescier für den ungewöhnlichen Bandnamen Pate. Noch in ihrer Vorstudienzeit ließen sich die Vier in Köln von der Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin coachen. „Wir haben oft nächtelang gearbeitet und dabei unheimlich viel gelernt“, erinnert sich Maika Küster. „Angelika meinte mal, sie sehe aus wie ein Panda. Und da haben wir die Band gleich nach diesem Tier benannt.“ Manchmal sind es solche Zufälle, die Türen öffnen können. „Der Weise Panda“ ist keine zwanghaft zusammengebosselte Zweckgemeinschaft von musizierenden Studenten, die zum Zwecke der praxisnahen Prüfungsvorbereitung adäquate Partner brauchen, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Küster, Schneeberger, Tiemann und Beyer passen einfach zusammen, sie ticken im selben Rhythmus, verstehen die Musik als Vehikel ihrer persönlichen Botschaften und Möglichkeit, eine eigene Spur zu legen. „Wenn man zu studieren beginnt, muss man sich klar darüber sein, dass man sich irgendwo im Mittelmaß bewegt. Es gibt immer Musiker, die spielen schneller, singen sauberer, virtuoser, höher, tiefer, besser“, erklärt Maika Küster, die schon als Schülerin in Dinslaken durch ihren unkonventionellen Gesangsstil auffiel. „Aber sie passen nicht unbedingt zu dir.“

Dabei besticht „Der Weise Panda“ durch einen ungewöhnlich hohen handwerklichen Reifegrad, der sich aber nie im Selbstzweck verliert. Maikas Stimme schwebt irgendwo zwischen Nachthimmel und Erde, springt ohne Vorwarnung zwischen Englisch und Deutsch hin und her. Sie improvisiert im besten Wortsinn, indem sie gemeinsam mit ihren Jungs aus einer schlichten Nummer wie „Mond“ ein Hörerlebnis erster Güte wachsen lässt. „Jeder von uns schreibt eigene Stücke, jeder bringt eine Idee mit. Die muss allerdings schon so weit entwickelt sein, dass die Band damit arbeiten kann. Es muss Noten geben und eine Vorstellung, was man mit dem Stück machen möchte. Dann gehen wir in die Probe und schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn es gut läuft, wird das Stück viel schöner, als man es sich selbst vorgestellt hat.“ Wie zum Beispiel im berührenden Titelstück „MAM“, das Maika Küster ihrer Mutter, der Künstlerin Karina Hubrich, gewidmet hat.

Die Jury des Sparda Jazz Award fand die Songs derart faszinierend, dass sie dem Newcomer-Ensemble 2015 gleich den ersten Preis verlieh. Nicht nur Jury-Mitglied Klaus Doldinger lobte dessen Zusammenspiel, dessen Bühnenpräsenz, das Natürliche, Ungekünstelte. Wer hätte das gedacht? „Der Weise Panda“, eigentlich von Natur aus faul und träge, aber doch knuffig und ziemlich schlau, befindet sich mitten auf der Überholspur. Da wo sie jetzt gerade sind, grübelt Maika Küster, hätten sie gehofft, vielleicht in fünf Jahren zu sein. Die geschenkte Zeit kann das Tierchen ja derweil dafür verwenden, weiter zu wachsen, die Herzen möglichst vieler Menschen im Sturm zu erobern und in der deutschen Jazzlandschaft seine unverkennbaren Duftmarken zu hinterlassen


Maika Küster: vocal

Simon Seeberger: piano

Yannik Tiemann: bass

Jo Beyer: drums

Philleicht Jazz?! präsentiert Kuhn Fu am 13.04.2019

CD Release Tour


Wie ein haariger Fisch mit Beinen, der einen Baum hochklettert. So umschreibt Bandleader Christian Kühn den Sound von Kuhn Fu. ''Humor schwärzester Güteklasse, schaurig, witzig, spannend. Programmmusik im besten Wortsinn, zum Grinsen, zum Grübeln, zum Headbangen’’, schreibt die Jazzthing und ''ein purer Genuss für alle vom Radio- und TV-Musik-Mainstream arg geschundenen Ohren, die den Schalter umgehend von Klang-Einheitsbrei auf Extrem-Dissonanz umlegen können, ohne auf das Eine wie das Andere gänzlich verzichten zu müssen.“, meint musikreviews. Seit 2012 tourt die deutsch-englisch-türkisch-israelische Jazz-Gruppe durch Europa und den Nahen Osten und hat dabei über 120 Konzerte in 11 Ländern gespielt. Wie seit Anbeginn ihrer Gründung spielt Kuhn Fu dabei keine Jazz-Standards, sondern überzeugt mit verstörend psychedelischen Arrangements. Kühns Gitarre schaltet oft und laut in den Overdrive, gedoppelt von Ziv Taubenfelds kreischender Bass Klarinette. "Die Hauptattraktion liegt in der Mischung von Genres - Punk, Funk, Klassik, Folk, Metal / Grunge, Marschmusik, gesprochenem Wort (und wahrscheinlich mehr) - und der leichten Präzision, mit der die Gruppe das unaufhörliche Schnellfeuer aushandelt. Veränderungen, von treibenden Power-Riffs zu klagenden Themen, von aggressiven Schreien zu sanftem Flüstern.“, beschreibt der New York City Jazz Record die Musik von KUHN FU und das englische Jazz Journal meint: „Kuhnspiracy ist eine unglaublich konzentrierte Arbeit, eine lobenswerte Version des programmatischen Schreibens, die mehrere Musikmischungen verwendet ... ein akustisches Kaleidoskop, das oft mental erschöpfend ist, sich aber im jetzigen Jazzklima ziemlich relevant anfühlt. "




Christian Kuhn - guitar, comp

Ziv Taubenfeld - bassclarinet

Esat Ekincioglu - bass

George Hadow - drums


Philleicht Jazz?! präsentiert Escape Argot 04.05.2019

Christoph Steiner's ESCAPE ARGOT

Christoph Grab - saxes

Florian Favre - piano, moog

Christoph Steiner - drums, compositions



Christoph Steiner (u.a. Drummer von Hildegard Lernt Fliegen) wagt eine neue musikalische Eskapade, wofür er den Stift gleich selber in die Hand nimmt und seine Kompositionen mit den klangkräftigen Mitstreitern Christoph Grab und Florian Favre in eine eigene musikalische Sprache mit unkonventioneller Spielhaltung umsetzt.

Hier versammeln sich drei enorm umtriebige Exponenten der Schweizer Jazzszene, die den Freiraum in dieser Musik zu nutzen wissen und den improvisatorischen Drahtseilakt zelebrieren.

Im Zentrum steht das Prinzip, eine Komposition oder Improvisation als eine Klangreise zu sehen, die nicht zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren muss. Manche Passagen locken mit lyrischen Melodien und subtiler Schönheit, andere durch anschwellende Dynamik, überraschende Wendungen und ostentative Energieschübe.

Die gewitzte Musik fängt den Hörer ad hoc ein und pendelt zwischen zugänglichen und komplexeren Passagen. Aktueller Jazz, der auch ein jüngeres, rock-affines Publikum begeistern kann.

Das Debutalbum 'Still Writing Letters' erscheint im November 2017 in der Schweiz und im März 2018 international bei Traumton Records.


“Nichts fehlt einem mehr, wenn man diese Musik hört. Sie scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Aber sie ist nicht feierlich und steif, sondern durchwirkt von Dynamik und einer höheren

Heiterkeit, die uns bewegt und die uns hilft zu leben.”

Manfred Papst in der 'NZZ am Sonntag'.


“Mit Christoph Grab (Saxofone) und Florian Favre (Tasten) spielte Steiner eine wendige, humorvolle Musik – manchmal überkandidelt, manchmal süss, manchmal schräg. Da ging es nicht um Krampf

und Kampf und auch nicht um überbordende Ambitionen. Im Vordergrund stand ganz klar der Spielwitz, und dieser wurde von Steiners Vorgaben an ein paar überraschende Orte gelenkt.

Originalität wurde nicht gesucht, sondern man stolperte sozusagen mit Nonchalance darüber.”

Tom Gsteiger in 'Der Bund'.

Philleicht Jazz präsentiert werner neumann electric trio 25.05.2019

werner neumann electric trio

steffen greisiger – organ

tom friedrich – drums

werner neumann – guitar


"... der Gitarrist Werner Neumann hat sich mittlerweile als einer der ausgereiftesten Virtuosen der europäischen Musikszene profiliert. Dabei ist gerade die stilistische Vielgleisigkeit Neumanns verblüffend. Gegen jeglichen

Purismus ist er gleichermaßen im Jazz, in der Fusionmusic und im Rock, auch härterer Gangarten zu Hause ... Gerade auf der Bühne kommen die verborgenen musikalischen Wurzeln Werner Neumanns deutlich zum Vorschein, wenn er beispielsweise mit übersteuerten Soundgewittern eines Jimi Hendrix durch die gemäßigte Jazzlandschaft fegt. Solche überraschenden Sprünge und Gegensätze im stilistischen Konzept, die jedoch nie unangebracht, sondern im Gegenteil, äußerst erfrischend wirken, sind Bestandteil des individuellen Stils des Gitarristen, der sich durch eine geschickte, gelungene Verflechtung von Rock und Jazz Herkunftslinien mit den Jahren herausformen konnte."

(Harald Rehmann im Deutschlandfunk, Jazzfacts "Saitenfeuer")

Große Meister wie Wes Montgomery, John Abercrombie oder John McLaughlin liebten ihre Orgeltrios und setzten Maßstäbe für diese Formation. Die neue Band des Leipziger Gitarristen Werner Neumann verbindet diese Tradition mit zeitgenössischem Jazzrock, R&B und Soul. Mit Steffen Greisiger an der Orgel und Tom Friedrich an den Drums fand er zwei grandiose Mitspieler für dieses Projekt. "… dazu braucht es mehr als einen guten Gitarristen wie Neumann, der immer wieder abhebt zu wundervollen Gedankenflügen, durch die eine Geschichte von Joe Pass, John Abercrombie bis Pat Metheny plus diverse Rockheroen irrlichtert.

Neumann ist viel zu gut, um sie schlicht zu zitieren, vielmehr amalgamisiert er das Verinnerlichte zu etwas Eigenem, ohne dabei blenden, dröhnen oder mit Virtuosität überrumpeln zu müssen. So behält das alles seine abgezockte

Beiläufigkeit und vergisst den Humor nicht. "

(Ulrich Steinmetzger, Grand Guitars Magazin)

Seit WN sich dem Instrument Gitarre widmete, übt er sich in dem Spagat zwischen Jazz und Rock. Was man auch der langen Liste seiner Mitmusiker ansieht. Hierfindet man Klavierlegende Richie Beirach neben dem Mothers-of-Invention-Sänger Napoleon Murphy Brock oder den Jazztrommler Adam Nussbaum neben dem Deutschrocker Wolf Maahn. Dies wiederum führt unweigerlich zur Musik Frank Zappas, der wie wenig andere sämtliche Genre-Grenzen missachtete und direkt eine eigene Musikrichtung kreierte. WN spielte viele Jahre eigene Interpretationen von Zappa-Werken in der Kölner Band Drei vom Rhein. Daneben tourte er mit den Grand Sheiks, Deutschlands führender Zappa-Tribute-Band und schrieb für ein weiteres Projekt, welches Napoleon Murphy Brock featured.


"… und mit Werner Neumann einen Musiker erlebte, der brillant und ungestüm daher kam – ein Gitarrist der Extra- klasse, der sowohl im Jazz wie auch im Rock zu Hause war und ist, und dem wunderbare Verknüpfungen gelangen. Viel Beifall war der Lohn. "

(Hannes Schmitz, Aachener Zeitung)


Tom Friedrich - drums

- studiert HMT Leipzig Prof. Heinrich Köbberling und Prof. Michael Wollny.

- 2011 und 2013 Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Talent des Jahres ausgezeichnet

- mehrfacher Preisträger der Wettbewerbe „Jugend jazzt“ und „Jugend musiziert“

- mehrfacher Deutschlandstipendiat

- Stipendiat des Bundesjazzorchesters 2014/2015.

Durch seine zahlreichen Konzerttätigkeiten spielte er bereits in der - künstlerische Zusammenarbeit mit John Hollenbeck, Niels Klein, Jiggs Whigham, Johannes Enders, Florian Weber, Florian Ross, Prof. Manfred Schoof, Alexander von

Schlippenbach, WDR Big Band.


Steffen Greisiger - organ

- 2007-10 Studium Filmmusikkomposition an der HFF in Potsdam-Babelsberg Abschluss Diplom Filmkomponist

- 1998-2004 Studium Jazzklavier bei Richie Beirach

- künstlerische Zusammenarbeit mit Christian Lillinger, Ronnie Graupe,

Heinrich Köbberling, Jo Kraus, Corey Lareau (USA), Tino Standhaft, Treesha aka

Patricia Wambui Mwaura (Kenia)

- Komposition/Theatermusik u.a. für Kino (CinePlus u.a.) und TV (MDR, RBB, KiKA,

UFA), Hörspielmusiken (MDR, RBB)

- 2011 The John Williams Award for Film Scoring des New Yorker Long Island Film

Festivals

Philleicht Jazz?! präsentiert die Fichten 21.09.2019

Das Trio DIE FICHTEN wurde 2014 von Leonhard Huhn gegründet. Die drei Musiker arbeiten europaweit und sind bekannt dafür musikalische Grenzgänger zu sein und auf der Bühne zu überraschen.

Die erste Idee, die zu diesem Trio führte, war ein Lächeln, worauf hin Leonhard Huhns jahrelange Leidenschaft für die klassische Trio-Besetzung neu auffammte. Gemeinsam spielen sie ihre eigene, rumpelnde und quirlige Musik, Cool Jazz mit Präparationen in extremen Dynamiken. Die Melodien sind

ungewohnt – sie basieren nicht auf bekannten harmonischen Strukturen, Saxophon und Bass sind gleichwertige Melodieinstrumente und die Aufgabenverteilung der einzelnen Instrumente ist überraschend und fexibel.

Nennen wir ihre Musik 'Jazz' und lassen wir uns tänzelnd durch den Klang der Fichten führen!

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1. Preis GRAND PRIX „Tremplin Jazz d'Avignon 2014“ (Frankreich)

„Ihr Jazz ist pur, von einer feinen Fragilität (sie spielen sehr eng zusammen,

ohne jegliche Absprache); sie vereinigen graziles Gleichgewicht,

intelligentes Wechselspiel, Wagemut, Humor und einige ziemlich spektakuläre Effekte

des Schlagzeugers.“ (Sophie Champon, 2015)

„... Huhns Tonbildung strahlt Wärme und Intimität aus... Man möchte manchmal fast meinen,

dass er zu den Intervallen ein so zärtliches Verhältnis pfegt, dass ein lauterer,

expressiverer Zugang zum Spielen unnötig oder unangebracht erschiene...

Automatisch beginnt man, dem entstehenden Klang genauer nachzulauschen. .“

(Hans-Jürgen Linke, Laudatio, Horst Will Stipendium 2015 Köln)

„... die famose, eigensinnige, komplexe und zugleich auch merkwürdige Musik

des jungen deutschen Trios mit dem schönen Namen „Die Fichten“ ...“

(Frankfurter Rundschau, Feb. 2017)

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LEONHARD HUHN (*1986, Berlin/ DE)

Leonhard Huhn spielte zu nächst in der lokalen Jazzszene Berlins, bis er 2006 nach Köln zog. Dort

studierte er u.a. bei Frank Gratkowski an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bis 2011 und

arbeitet seitdem als Musiker und Performer in vielen zeitgenössischen Kontexten. 2015 wurde er für

sein Schaffen mit dem Horst-und-Gretl-Will Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. November

2017 tourte er mit der Band C.A.R. durch Pakistan, Sri Lanka und Indien, besuchte 2016 die SAMUR

Residenz in Chennai und gewann mit seinem Trio DIE FICHTEN den Tremplin Jazz Avignon Grand Prix 2014 in Frankreich.

Sein Spiel ist vorwiegend vom Cool Jazz, barocker, zeitgenössischer klassischer und elektronischer

Musik inspiriert sowie Eindrücken, die er während Aufenthalten in Kirgistan, Uzbekistan, Türkei, Indien

und Serbien sammelte. Huhn war an Veröffentlichungen mit Sebastian Gramss, Niels Klein, Joscha

Oetz, Hayden Chisholm u.a. beteiligt. Er konzertiert regelmäßig europaweit und spielt mit Bands wie

COLONEL PETROVs GOOD JUDGEMENT, SCHMIDS HUHN, TRIO GRUNDSTEIN u.a.. Gemeinsam mit

dem 12 köpfgen Kollektiv IMPAKT organisiert er Konzertreihen und Veranstaltungen in Köln.

 

 

STEFAN SCHÖNEGG (*1986, Heppenheim/ DE)

Stefan Schönegg ist in Konstanz aufgewachsen und studierte klassischen Kontrabass und

Jazzkontrabass in Berlin und Köln, lebt und arbeitet in Köln. Er ist im Spannungsfeld von

Improvisierter Musik, Jazz, Neue Musik aktiv. Auftritte in ganz Europa, u.a. beim Moers Festival,

Warschauer Herbst, Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.

Ist Gründungsmitglied des Kölner Kollektivs für improvisierte Musik IMPAKT, arbeitet neben dem

Solospiel und diversen Bands und Ensembles wie Enso, Simon Nabatov Trio, Totenhagen Quartett,

Schmids Huhn Quartett u.a. auch regelmäßig in interdisziplinären Besetzungen.

 

 

DOMINIK MAHNIG (*1989, Willisau/ CH)

Dominik Mahnig wuchs in einer Musikerfamilie in Willisau (CH) auf und trommelte bereits als 3-

jähriger auf Kartons, Pfannen und Kochtöpfen. Das legendäre Jazzfestival Willisau begeisterte ihn von

Kindesbeinen an für Jazz und Improvisierte Musik.

Nach seinem Bachelorabschluss in Luzern absolvierte er ein Masterstudium in Köln, wo sich

mittlerweile sein Lebensmittelpunkt befndet. Gerry Hemingway, Frank Gratkowski und Jonas

Burgwinkel waren wichtige Mentoren auf diesem Weg.

Als Improvisator hat er bereits seine Spuren hinterlassen und konzertierte mit den Musikern Simon

Nabatov, Mark Dresser, Dieter Manderscheid, Matthias Schubert, Philip Zoubek, Frank Gratkowski,

Niels Klein, Robert Landfermann uva. Für seine solistischen Ausfüge wurde er 2013 mit dem

Wilhelm-Fabry Förderpreis der Stadt Hilden und 2017 mit Horst-Gretl-Will Stipendium der Stadt Köln

ausgezeichnet.

Für seine Working Bands The Great Harry Hillman (ZKB Jazzpreis 2015) das Zooom Trio ist er auch

kompositorisch tätig.

Philleicht Jazz?! präsentiert STAX 19.10.2019

 

Max Stadtfeld spielt gerne Schlagzeug und mit Worten. Somit war der Weg zu Stax Madtfeld, oder

einfach nur Stax kurz. Stax funktioniert super auf Deutsch und auf Englisch, klingt jeweils nur

unterschiedlich. Dementsprechend ist auch die Musik, die Max sich ausgedacht hat. Schwing ist auf

jeden Fall erlaubt, Four on the Floor aber auch. Man könnte es als eine Hommage an den Rhythmus

an sich betrachten, der mal gleichförmig - elegant oder kantig und verwirrend daherkommt. Jede

Komposition bedient sich einer dieser Eigenschaften und treibt es auf die Spitze.

Lange hat Max nach Musikern gesucht, welche seine Hirngespinste in Hörbares umwandeln. Mit

Bertram Burkert hat er schon seit Beginn des Studiums an der HMT in Leipzig zu tun, Reza Askari und

Matthew Halpin hat er erst später kennengelernt. An allen dreien schätzt er, dass sie eine unverkennbare

Originalität ausstrahlen, die der Musik zu gute kommen soll. Nebenbei sind alle übrigens auch menschlich

und optisch absolute Spitzenkaliber, denn welche Band kann schon behaupten aus einem Blond-, einem

Rot-, einem Schwarz- und einem Straßenköterblondschopf zu bestehen? Nur so viel: Max ist nicht

der Rotschopf - Wem letztere Details egal sind und wer sich nicht von optischen Einflüssen ablenken

sondern von Musik überzeugen lassen will, dem sei die Musik von Stax ans Herz gelegt.



Reza Askari (Thomas Rückert Trio, spielte u.a. mit Lee Konitz) – Bass



Matthew Halpin (studierte bei Joe Lovano, George Garzone in Berklee) – Sax



Bertram Burkert (spielt im Quartett mit Hayden Chisholm, Robert Landfermann, Fabian Rösch) – Gitarre



Max Stadtfeld – Drums

Philleicht Jazz?! präsentiert Emißatett 02.11.2019

Emißatett ist die Verwirklichung von direkter musikalischer Kommunikation. Fünf Stimmen, die gleichberechtigt sprechen, antworten und zuhören. Es entsteht ein dichtes aber transparentes Gebäude von Ereignissen, eine komplexe Struktur. Für dieses Erlebnis existiert keine intellektuelle Definition. Der Intuition des Hörers bleibt es überlassen, ob er ausschließlich hört oder auch denkt, ob er in sich versinkt oder schaut, ob er analysiert oder sich hinein schwingt in die Musik.

Ein Teil der Sprecher gelangt über strukturierte Vorlagen zu neuen Gesprächsthemen, die von anderen kompositionsfreien Stimmen aktiv aufgenommen werden. Manchmal formulieren Gastredner neue Themen und setzen alte Kompositionen in einen neuen Kontext.

Das Gebilde Emißatett bleibt ständig in Bewegung und ist dabei thematisch immer am aktuellen Diskurs.



Elisabeth Coudoux – Cello, composition

Matthias Muche – Trombone

Robert Landfermann – Double Bass

Philip Zoubek – prepared Piano

Etienne Nillesen – extended snare drum&cymbals

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