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Philleicht Jazz?!

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Philleicht Jazz?! präsentiert Sarah Buechi 29.09.2018

Sarah Buechi – Contradiction of Happiness

Das Hinzufügen von drei Streicherinnen zur neuesten musikalischen Kreation von Sarah Buechi beweist, dass sie Ihre Abenteuerlust nicht verloren hat.

Schon der Erstling `THALi` (Unit Records, 2010) beschrieben mit „woanders mit Sarah Buechi“ wurde dafür gelobt, dass die damaligen Einflüsse Indischer Musik, die Buechi vor Ort 18 Monate lang bei R.A. Ramamani und T.A.S. Mani studiert hatte, keine oberflächigen Abschweifungen, sondern „das Resultat intensiver Auseinandersetzung“ waren.

Mit der zweiten Platte `Flying Letters` (Intakt Records, 2014), entstanden in New York, wurden rockigere Töne und abstraktes Gedankengut rhythmischer Natur inspiriert durch Studien bei Steve Coleman (USA) und Bernard Woma (Ghana) in Buechi`s Weiterentwicklung des `modernen Jazzsongs` eingespeist.

Diese Musik wurde als „Musik der Zukunft“ gelobt und brachte das Quartett mit Mitmusikern Stefan Aeby am Piano, André Pousaz am Kontrabass und Lionel Friedli am Schlagzeug auf einen abermals neuen, abenteuerlichen Kurs.

Mit Ihrem Drittling `Shadow Garden` (Intakt Records, 2015) gelang Ihr schliesslich eine Synthese mit „Musik für Kopf und Geist“ mit mehr Gewichtung der poetischen Lyrics und Gesamtdramaturgie der einzelnen Songs.

Das „Quartett, das Hoffnung macht“, welches in den letzten zehn Jahren zusammengewachsen ist, führt auch im neusten Album zu einer Verschmelzung von Komposition, Improvisation und Interaktion.

Simple Themen finden in Ihren Texten kaum Platz und erklingen in Songs wie `Fahamore (Paradise)` in einer Art musikalischen Prosa.

Die Streicherinnen (Estelle Beiner an der Violine, Isabelle Gottraux an der Viola und Sara Oswald am Cello) sind in die Geschichten eingebunden und fungieren nicht nur im Hintergrund mit emotionalen Farben, sondern auch im improvisatorischen und interaktiven Kontext und Gesamtklang.

Mit den Streichern vollzieht sich eine emotionale Vertiefung der einfach klingenden und nie oberflächlich wirkenden, aber oft komplexen und abenteuerlichen Musik von Sarah Buechi.

 

„Grossartig, wie dieses Quartett interagiert, wie Sarah Buechi ihre schlanke Stimme facettenreich einzusetzen weiss, wie diese Musik atmet und – ja - Hoffnung macht.“

(Martin Schuster, Concerto)

 

„Die Sängerin zählt zu den interessantesten Jazzstimmen in Europa."

Südkurier Villingen, 29.11.2016

 

„Sie macht die Musik der Zukunft“

(Manfred Papst, NZZ)

 

„Sarah Buechi ist eine faszinierende Stimme im Jazz des 21. Jahrhunderts und musikalisch absolut auf Höhe der Zeit"

Thomas Lois Mink, Badische Zeitung, 20.6.2016

Philleicht Jazz?! präsentiert THEA SOTI am 13.10.18

Wir begrüssen Thea Soti mit ihrem neuen akustischen jazz-poetry programm und Überraschungsgäste.

 

Sängerin und Komponistin, geboren in Subotica (SRB) in einer ungarischen Familie. Sie studierte Jazz-Gesang und Komposition in Hannover, Köln (DE) und Luzern (CH). Ihre Schwerpunkte liegen in der Erforschung der Möglichkeiten die

menschliche Stimme als Instrument einzusetzen und im Zusammenfügen von durchkomponierten Strukturen und freier Improvisation. Sie gilt als eine mutige und kompromisslose Stimme, die sich an der Schnittstelle Jazz, aktuelle Musik,

avantgardistische Poesie und improvisierte Musik bewegt. Neben ihren interdisziplinären Projekten mit TänzerInnen, arbeitet sie gerne in Grenzbereichen zwischen Sprache, Klang und Text. Gegenwärtig sind sie und ihre Kompositionen sowohl in Groß-Ensembles (Fette Hupe, Modern Art Orchestra, Subway Jazz

Orchestra, etc) als auch in verschiedenen experimentellen, frei-improvisierenden Besetzungen zu hören (RYMM, Monsters For Breakfast). Ihr Projekt Electrified Islands verbindet surreales Storytelling mit konventionellen Songstrukturen,

Performance-Elementen und Live Elektronik. Sie ist Gründungsmitglied des europäischen KomponistInnenkollektivs SUNG SOUND und seit 2015 kuratiert sie die experimentelle Konzertreihe STIMMUNGEN im Loft in Köln mit.

Philleicht Jazz?! präsentiert Stahlwerk am 03.11.2018

Im altehrwürdigen Metier des Klaviertrios haben die drei jungen Musiker von Stahlwerk ihren eigenen Weg gefunden. Dieser führt sie seit 2013 durch die Klubs und Konzertlokale Mitteleuropas.

So sehr die Band ihrem ureigenen Sound zwischen Jazz, Klassik und Minimal Music treu bleibt, so experimentierfreudig zeigen sich Stahlwerk bei der Suche nach neuen Ausdrucksformen in ihrem Klangkosmos.

 

Im Spiel des Schweizer Trios zerfliessen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, Setlisten gibt es dabei ebenso wenig wie eine vorgefertigte Konzertdramaturgie. Das Publikum

nimmt Teil an einem spontanen Entstehungsprozess und kann miterleben wie sich die Musiker im freien Zusammenspiel ihren eigenen Kompositionen annähern und sie auch wieder verlassen.

Songstrukturen lösen sich im improvisativen Fluss auf, um sich unvermittelt wieder zu verfestigen.

So gerät jedes Konzert zu einem Unikum, einer Feier des Moments, einer musikalischen Kollektiv-Expedition mit ungewissem Ausgang.

Die Kompositionen, die der Band als Material für ihre Live-Kreationen dienen, stammen aus der Feder des Basler Pianisten Dominic Stahl. Stahl absolvierte eine klassische Klavierausbildung in Luzern, bevor er sich in weiteren Studien vermehrt dem Jazz zuwandte. Im Berner Schlagzeuger Tobias Schmid und im Tessiner Bassisten Francesco Rezzonico fand Dominic Stahl während des Studiums an der Jazz-Schule Basel musikalische Mitstreiter und verwandte Geister. 2016 folgte mit „Grund“ das erste Studio-Album der Band. Die neun Stücke der Platte bilden einen Querschnitt

durch das musikalische Schaffen des Trios.

Es ist eine Musik im stetigen Fluss. Melodische Linien und komplexe rhythmische Patterns überlagern sich, gewinnen an Form, um sich in einer ekstatischen Steigerung wieder aufzulösen.

Stahlwerk schicken ihre Themen auf weite Reisen durch verschiedene musikalische Gefilde, über dynamische Hügel und träumerische Landstriche. Für die Zuhörenden treten die feingliedrig kristallinen Strukturen in den Hintergrund, man lauscht den Themen nach und freut sich über ihre Wiederkehr, lässt sich durch die Verdichtung der Grooves berauschen oder gerät in den kontemplativen Sog in sich kreisender Patterns.

 

Dominic Stahl // Klavier

Francesco Rezzonico // E-Bass

Tobias Schmid // Schlagzeug

 

Philleicht Jazz?! Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting am 01.12.2018

Gallardo, Schrack, Stabenow & Kersting

 

spielt Songs aus dem Great American Songbook und eigene Kompositionen. Jazz in Hochform!

 

Es ist nicht zu fassen: der Mann ist 75 und spielt Posaune wie ein Gott. Ideen, Time (!!) und Phrasierung erste Sahne. Bescheidener Typ, der er ist, kennen ihn leider nur die Musikerkollegen und ein paar Jazzfans. Dabei hat er mit seinem Klavierspiel schon in den Siebzigern Mongo Santamaria überzeugt, hat von 1991-2008 das Profil der NDR Bigband sowohl als Arrangeur wie auch als Posaunist mitgeprägt.

Auf der vorliegenden Aufnahme, initiiert von Michael Kersting, kann man Joe in kleiner Besetzung hören, seine Energie reisst die ganze Band mit, und die sorgfältige Auswahl der Songs scheint ihm auf den Leib geschneidert.

 

Joe Gallardo: Posaune, Arrangements

spielte 1974 bei Mongo Santamaria , für den er u.a. „Amanecer” schrieb (Grammy 1978). 1978 zog er nach Deutschland und arbeitete als Arrangeur und Solist beim Orchester Erwin Lehn und spielte daneben mit Ack van Rooyen, Bertil Strandberg, Emil Mangelsdorff u.v.m. Veröffentlichte mit Latino Blue seine LP/CD.

Er trat mit „Connexion Latina” von Rudi Fuesers, mit Joe Henderson, mit Roman Schwaller, mit Wilson de Oliveira und mit der „Rhythm Combination and Brass” von Peter Herbolzheimer auf. Ab 1991 war Gallardo Mitglied bei der NDR Bigband .

 

Martin Schrack: Piano, Arrangements

spielte mit Benny Bailey, Joe Gallardo, Don Rader, Fatty George, Dusko Goykovich, Tony Lakatos, Pete York, Benny Golson, Randy Brecker,Bob Mintzer, Dave Liebman und Torsten Krill auf, arbeitete aber auch für die Bigbands von Erwin Lehn und Paul Kuhn und arrangierte für die NDR-Bigband und die SWR-Bigband. 2002 begleitete er Sandy Patton und Sheila Jordan.

 

Thomas Stabenow: Bass

Bei großer Vielseitigkeit ist er stilistisch dem swingenden Hauptstrom des Jazz verbunden. Als Bandleader bildet er in seiner dienenden unspektakulären Art einen lebendigen Mittelpunkt für viele Musiker.

 

Michael Kersting :Drums

spielte mit Mal Waldron Jimmy Woode, Kirk Lightsey, Arthur Blythe, Vanessa Rubin oder Jasper van’t Hof. Tourte mit Jaco Pastorius, Bireli Lagrene,Kirk Leigthsey, Buster Williams, Eric reed, Vanessa Rubin, trat mit Martin Schrack, mit Benny Golson, mit Gonzalo Rubalcaba und mit Klaus Wagenleiter auf sowie ab 1996 mit Kenny Wheeler, Claus Stötter und Günter Lenz, mit Terumasa Hino und Manfred Bründl (1998), mit Helmut Brandt (1999), mit Urszula Dudziak, Richie Beirach,Randy Brecker. Im Trio mit Thomas Stabenow und Jim Ridl nahm er das Album Human Spirit.

2019

Philleicht Jazz?! präsentiert Totenhagen am 19.01.2019

"Was für eine Stimme, fein, diskret, intim, und wie elegant sind die Arrangements {…} Laura ist High End“ (Ulrich Stock, ZEIT-Magazin August 2017).

 

Etwas Geheimnisvolles umweht Laura Totenhagen, ihr Gesicht scheint wie mit einem Schleier verhüllt, der Ausdruck aufmerksam, beobachtend. Sie gibt nicht viel preis, lässt sich nicht lesen wie ein Buch. Die Tiefe, die sich hinter ihren Augen verbirgt, transportiert Laura Totenhagen durch ihre Kompositionen. Impressionistischer, melancholischer Jazz, getragen vom dunklen Timbre ihrer Stimme, umhüllt vom feinfühligen Spiel ihrer Band. Totenhagens Musik verkörpert die ständige Aufforderung, zuzuhören. Die Musiker untereinander folgen dieser unausgesprochenen Aufforderung ebenso bereitwillig, wie der Hörer. Die Band lässt der Sängerin viel Raum für ihre charakteristische Stimme, in der man die Kraft von Vorbildern wie Norma Winstone deutlich spürt. Mit ihrem Quartett vereint die Musikerin die textliche Tiefe einer Jazzsängerin mit der melodiösen Präzision eines Blasinstruments – ihre lupenreine Intonation erlaubt es ihr, sich improvisatorisch keine Grenzen setzen zu müssen. Im Hören wächst das Gefühl, etwas erfahren zu haben über Totenhagen, einen geteilten Moment erlebt zu haben. Und doch hält man nur eine Seite des Buchs in der Hand, ein Puzzleteil dieser Tiefe, aber doch ein glaubhaftes Fragment ihrer Persönlichkeit.“ © Luis Reichard 2016

 

Zu Philleicht Jazz bringt das Kölner Quartett auch sein Debüt-Album „Foliage“ mit, welches im Mai 2017 bei Toy Piano Records erschien. Darüber schreibt Anja Buchmann (Deutschlandfunk): „Elegante Klanglandschaften, sensibel-verästeltes Zusammenspiel und eine warme, nuancenreiche Stimme - ein vielversprechendes Debüt des Quartetts rund um die junge Sängerin und Bandleaderin Laura Totenhagen, die mit ihrer erstaunlich reifen Stimme große Aufmerksamkeit erreicht.“

 

Laura Totenhagen - Stimme

Felix Hauptmann - Piano

Stefan Schönegg - Kontrabass

Leif Berger - Schlagzeug

Philleicht Jazz?! präsentiert Ensemble Entropie 23.02.2019

"Dunkel, sphärisch und ekstatisch entwickelt die Musik des Ensemble Entropie ihre Kraft aus der Spannung zwischen Ordnung und Chaos. Bei dem Quartett aus Berlin und Frankfurt am Main trifft die Spontanität des Jazz auf die Dynamik des Rock und die Experimentierfreude der Neuen Musik. Ensemble Entropie macht Jazz, begreift ihn jedoch eher als Art und Weise des Musizierens, denn als stilistische Vorgabe. Formsicher werden ausgewählte Stücke bis auf die statisch relevanten Bauteile entkernt. Im neu entstanden Raum wirken bekannte Standards wieder unverbraucht, zart und roh. Die vorwiegend eigenen Kompositionen beinhalten eingängige Themen auf der Basis von Zwölftonmusik, einem Bassriff als Hook oder Liedtexten in Fantasiesprache, doch gerade wenn es so scheint als hätte man die Struktur eines Stückes begriffen, wird es in seine Einzelteile zerlegt."

 

 

Layonne Cherimoya - Gesang

 

Nikolai Muck - Gitarre

 

Leon Lissner - Bass

 

Fabian Habicht - Schlagzeug

Philleicht Jazz?! präsentiert der Weise Panda am 23.03.2019

Ihr denkt, Ihr wisst wie eine Jazzband klingt?

Traut Euch zu irren und lauscht dem Song.

Von Herzen verspielt, Instinkten treu, pulsierender Ausdruck in Form von Musik.

Eine Band ist ein Sound. Diese Band ist ein Tier.

Zieht Euch aus und tanzt.

Der weise Panda kommt.

Weise wohlgemerkt. Nicht weiß. Damit würde nur wieder eines dieser vielen Klischees bedient werden, sei es über diese geheimnisvollen, niedlichen Tiere oder auch über diesen geheimnisvollen, niedlichen Jazz. Mit keinem von beiden können Herta und Otto Normalverbraucher so richtig etwas anfangen. Dabei wäre es doch so leicht: Der Panda wie der Jazz öffnen sich einem nur über den Schlüssel der Emotionen. Und auch die Formation um die Sängerin Maika Küster, den Pianisten Simon Seeberger, den Bassisten Yannik Tiemann und den Drummer Jo Beyer lässt sich am ehesten dann verstehen, wenn man allen intellektuellen Ballast über Bord wirft und sich ganz von seinen Instinkten leiten lässt. Was nicht automatisch bedeutet, dass das Hirn außen vor bleiben muss. Im Gegenteil: Die Musik des „weisen Panda“ fordert und berührt einen, sie entwickelt eine eigenwillige Dynamik, die man zunächst verstehen und akzeptieren muss, um in ihren mächtigen Strudel hineingezogen zu werden. Ein weiteres Highlight in der schillernden „Jazz thing Next Generation“-Serie.

Eigentlich stand Angelika Niescier für den ungewöhnlichen Bandnamen Pate. Noch in ihrer Vorstudienzeit ließen sich die Vier in Köln von der Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin coachen. „Wir haben oft nächtelang gearbeitet und dabei unheimlich viel gelernt“, erinnert sich Maika Küster. „Angelika meinte mal, sie sehe aus wie ein Panda. Und da haben wir die Band gleich nach diesem Tier benannt.“ Manchmal sind es solche Zufälle, die Türen öffnen können. „Der Weise Panda“ ist keine zwanghaft zusammengebosselte Zweckgemeinschaft von musizierenden Studenten, die zum Zwecke der praxisnahen Prüfungsvorbereitung adäquate Partner brauchen, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Küster, Schneeberger, Tiemann und Beyer passen einfach zusammen, sie ticken im selben Rhythmus, verstehen die Musik als Vehikel ihrer persönlichen Botschaften und Möglichkeit, eine eigene Spur zu legen. „Wenn man zu studieren beginnt, muss man sich klar darüber sein, dass man sich irgendwo im Mittelmaß bewegt. Es gibt immer Musiker, die spielen schneller, singen sauberer, virtuoser, höher, tiefer, besser“, erklärt Maika Küster, die schon als Schülerin in Dinslaken durch ihren unkonventionellen Gesangsstil auffiel. „Aber sie passen nicht unbedingt zu dir.“

Dabei besticht „Der Weise Panda“ durch einen ungewöhnlich hohen handwerklichen Reifegrad, der sich aber nie im Selbstzweck verliert. Maikas Stimme schwebt irgendwo zwischen Nachthimmel und Erde, springt ohne Vorwarnung zwischen Englisch und Deutsch hin und her. Sie improvisiert im besten Wortsinn, indem sie gemeinsam mit ihren Jungs aus einer schlichten Nummer wie „Mond“ ein Hörerlebnis erster Güte wachsen lässt. „Jeder von uns schreibt eigene Stücke, jeder bringt eine Idee mit. Die muss allerdings schon so weit entwickelt sein, dass die Band damit arbeiten kann. Es muss Noten geben und eine Vorstellung, was man mit dem Stück machen möchte. Dann gehen wir in die Probe und schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn es gut läuft, wird das Stück viel schöner, als man es sich selbst vorgestellt hat.“ Wie zum Beispiel im berührenden Titelstück „MAM“, das Maika Küster ihrer Mutter, der Künstlerin Karina Hubrich, gewidmet hat.

Die Jury des Sparda Jazz Award fand die Songs derart faszinierend, dass sie dem Newcomer-Ensemble 2015 gleich den ersten Preis verlieh. Nicht nur Jury-Mitglied Klaus Doldinger lobte dessen Zusammenspiel, dessen Bühnenpräsenz, das Natürliche, Ungekünstelte. Wer hätte das gedacht? „Der Weise Panda“, eigentlich von Natur aus faul und träge, aber doch knuffig und ziemlich schlau, befindet sich mitten auf der Überholspur. Da wo sie jetzt gerade sind, grübelt Maika Küster, hätten sie gehofft, vielleicht in fünf Jahren zu sein. Die geschenkte Zeit kann das Tierchen ja derweil dafür verwenden, weiter zu wachsen, die Herzen möglichst vieler Menschen im Sturm zu erobern und in der deutschen Jazzlandschaft seine unverkennbaren Duftmarken zu hinterlassen

 

Maika Küster: vocal

Simon Seeberger: piano

Yannik Tiemann: bass

Jo Beyer: drums

Philleicht Jazz?! präsentiert Kuhn Fu am 13.04.2019

CD Release Tour

 

Wie ein haariger Fisch mit Beinen, der einen Baum hochklettert. So umschreibt Bandleader Christian Kühn den Sound von Kuhn Fu. ''Humor schwärzester Güteklasse, schaurig, witzig, spannend. Programmmusik im besten Wortsinn, zum Grinsen, zum Grübeln, zum Headbangen’’, schreibt die Jazzthing und ''ein purer Genuss für alle vom Radio- und TV-Musik-Mainstream arg geschundenen Ohren, die den Schalter umgehend von Klang-Einheitsbrei auf Extrem-Dissonanz umlegen können, ohne auf das Eine wie das Andere gänzlich verzichten zu müssen.“, meint musikreviews. Seit 2012 tourt die deutsch-englisch-türkisch-israelische Jazz-Gruppe durch Europa und den Nahen Osten und hat dabei über 120 Konzerte in 11 Ländern gespielt. Wie seit Anbeginn ihrer Gründung spielt Kuhn Fu dabei keine Jazz-Standards, sondern überzeugt mit verstörend psychedelischen Arrangements. Kühns Gitarre schaltet oft und laut in den Overdrive, gedoppelt von Ziv Taubenfelds kreischender Bass Klarinette. "Die Hauptattraktion liegt in der Mischung von Genres - Punk, Funk, Klassik, Folk, Metal / Grunge, Marschmusik, gesprochenem Wort (und wahrscheinlich mehr) - und der leichten Präzision, mit der die Gruppe das unaufhörliche Schnellfeuer aushandelt. Veränderungen, von treibenden Power-Riffs zu klagenden Themen, von aggressiven Schreien zu sanftem Flüstern.“, beschreibt der New York City Jazz Record die Musik von KUHN FU und das englische Jazz Journal meint: „Kuhnspiracy ist eine unglaublich konzentrierte Arbeit, eine lobenswerte Version des programmatischen Schreibens, die mehrere Musikmischungen verwendet ... ein akustisches Kaleidoskop, das oft mental erschöpfend ist, sich aber im jetzigen Jazzklima ziemlich relevant anfühlt. "

 

 

 

Christian Kuhn - guitar, comp

Ziv Taubenfeld - bassclarinet

Esat Ekincioglu - bass

George Hadow - drums

 

Philleicht Jazz?! präsentiert Escape Argot 04.05.2019

Christoph Steiner's ESCAPE ARGOT

Christoph Grab - saxes

Florian Favre - piano, moog

Christoph Steiner - drums, compositions

 

 

Christoph Steiner (u.a. Drummer von Hildegard Lernt Fliegen) wagt eine neue musikalische Eskapade, wofür er den Stift gleich selber in die Hand nimmt und seine Kompositionen mit den klangkräftigen Mitstreitern Christoph Grab und Florian Favre in eine eigene musikalische Sprache mit unkonventioneller Spielhaltung umsetzt.

Hier versammeln sich drei enorm umtriebige Exponenten der Schweizer Jazzszene, die den Freiraum in dieser Musik zu nutzen wissen und den improvisatorischen Drahtseilakt zelebrieren.

Im Zentrum steht das Prinzip, eine Komposition oder Improvisation als eine Klangreise zu sehen, die nicht zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren muss. Manche Passagen locken mit lyrischen Melodien und subtiler Schönheit, andere durch anschwellende Dynamik, überraschende Wendungen und ostentative Energieschübe.

Die gewitzte Musik fängt den Hörer ad hoc ein und pendelt zwischen zugänglichen und komplexeren Passagen. Aktueller Jazz, der auch ein jüngeres, rock-affines Publikum begeistern kann.

Das Debutalbum 'Still Writing Letters' erscheint im November 2017 in der Schweiz und im März 2018 international bei Traumton Records.

 

“Nichts fehlt einem mehr, wenn man diese Musik hört. Sie scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Aber sie ist nicht feierlich und steif, sondern durchwirkt von Dynamik und einer höheren

Heiterkeit, die uns bewegt und die uns hilft zu leben.”

Manfred Papst in der 'NZZ am Sonntag'.

 

“Mit Christoph Grab (Saxofone) und Florian Favre (Tasten) spielte Steiner eine wendige, humorvolle Musik – manchmal überkandidelt, manchmal süss, manchmal schräg. Da ging es nicht um Krampf

und Kampf und auch nicht um überbordende Ambitionen. Im Vordergrund stand ganz klar der Spielwitz, und dieser wurde von Steiners Vorgaben an ein paar überraschende Orte gelenkt.

Originalität wurde nicht gesucht, sondern man stolperte sozusagen mit Nonchalance darüber.”

Tom Gsteiger in 'Der Bund'.

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